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"Niemand hat das Recht": Übergriff-Schauplatz Barfüsserplatz

Angriffe auf Musliminnen – was ist dran und was nicht?

Basler Muslim-Kommission spricht von einer aufkeimenden "Islamophobie" in Basel / Opfer wollen sich nicht äussern


Von Peter Knechtli


Massiven verbalen Beschimpfungen oder gar tätlichen Angriffen seien in Basel verhüllte Musliminnen ausgesetzt. Solche Meldungen verbreiten muslimische Exponenten per Communiqué – und sie machen es den Medien schwer, sie zu verifizieren.


Am 5. Mai dieses Jahres meldete sich Serhad Karatekin, Präsident der "Schweizerischen islamischen Jugendvereinigung Basel" bei den Medien mit folgendem Originaltext: "Wir raten auch den Muslimischen Frauen, mit oder ohne Burka, Ihren Kopf immer hoch zu halten, und die Blicke nach vorn! Sollte eine Muslimin wegen Ihrem Aussehen ins Gefängnis landen (Belgien droht mit Gefängnis), wird das ein Schwarzer Fleck in der Geschichte dieses Landes! Es wird ein Schandfleck, dass sie nie wieder los werden."

Grund für Karatekins Verlautbarung war die Debatte über das Burka-Verbot – aber auch ein konkreter Vorfall, der sich am Nachmittag zuvor zwischen 14.30 und 15 Uhr in Riehen abgespielt haben soll. Zwei muslimische Frauen seien "wegen ihren Kleidern massiv bedroht" und verfolgt und "am gleichen Tag fast von einem Auto überfahren" worden.

Kein Mut zur Strafanzeige

OnlineReports wollte den behaupteten verbalen und psychischen Angriff dokumentieren und versuchte, mit den betroffenen Frauen über Sehad Karatekin in Kontakt zu treten. Der Versuch scheiterte: Karatekin beschied OnlineReports in einem Mail, die beiden Frauen "möchten diese Sache nicht vergrössern" und sie möchten "diesen Vorfall nicht an die Öffentlichkeit bringen", obschon es nicht ihr erster war. Für eine Strafanzeige, so Karatekin weiter, habe den Frauen "leider noch der Mut" gefehlt. Die "Schweizerische Islamische Jugendvereinigung Basel" hingegen dokumentiere jegliche Vorfälle mit Datum, Ort und Zeit, damit "die Behörden eine Statistik über die Vorfälle erhalten".

Hier stellt sich die Frage, welchen Wert von Verbänden erstellte "Statistiken" haben aufgrund von Vorfällen, die nicht oder nur teilweise durch eine Strafanzeige offizialisiert werden.

Angriff an der Haltestelle Barfüsserplatz

Am späten gestrigen Mittwochabend meldete sich mit der Unterschrift der "Basler Muslim Kommission" Cem Lütfi Karatekin, Präsident der Dreispitz-Moschee ("Fetih Moschee"), mit einem Mail, das einen Übergriff schildert, der sich gestern Mittwochnachmittag zwischen 17.15 und 17.20 Uhr wurde an der Tramhaltestelle Barfüsserplatz "vor über 100 Zeugen" ereignet haben soll. Eine Muslimin sei "öffentlich von einer voraussichtlich einheimischen Frau mittleren Alters ohne vorherigen Wortwechsel tätlich von hinten angegriffen", indem sie "mit einem Faustschlag auf den Hinterkopf traktiert". Das Motiv dieses Angriffes sei die Kleidung der Muslima gewesen, da sie "anschliessend aufs schwerste rassistisch beschimpft wurde". Die Täterin trug schwarze Hosen, weisses Hemd, kurze braune Haare und eine schwarze altmodische Tasche.

In diesem Fall soll nach der ärztliche Konsultation und der psychologischen Betreuung Strafanzeige bei der Polizei eingereicht werden. Cem Lütfi Karatekin konnte von OnlineReports bisher telefonisch nicht erreicht werden. In seinem Mail schreibt er, die Basler Muslim Kommission registriere eine "heranwachsende Islamophobie", die "von einigen hiesigen Politikern tatkräftig unterstützt" werde und die "die Sicherheit der Muslime in der Schweiz" gefährde. Die Kommission appelliert auch an die Behörden, "diese heranwachsende Islamophobie zu unterbinden".

"Niemand hat das Recht zu pöbeln"

Auf Anfrage von OnlineReports erklärte Elisa Streuli, Leiterin der Abteilung Gleichstellung und Integration des Basler Präsidialdepartements, sie habe "vom Vorfall in Riehen gehört". Sie verurteilt verbale und erst recht tätliche Angriffe auf Musliminnen entschieden: "Egal wie jemand äusserlich auftritt – wir haben die Religionsfreiheit und niemand hat das Recht zu pöbeln und schon gar nicht zu Tätlichkeiten." Sie erwarte ein "respektvolles Verhalten von Mensch zu Mensch". Allerdings gelte dies für beide Seiten: "Wir wollen keinen Fundamentalismus und keine Vollverschleierung. Aber ein Kopftuch muss drin liegen." Elisa Streuli präzisiert dann: "Wir wollen kein generelles Burka-Verbot. Das ist nicht zielführend. Aber unsere Kultur sieht vor, dass wir uns von Angesicht zu Angesicht begegnen."

Dafür, dass sich betroffene Musliminnen "an ihre offiziellen Vertreter wenden, die sich anwaltschaftlich für sie einsetzen", hat Elisa Streuli Verständnis: "Sie hatten vielleicht Angst." In Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern stelle sie in der Tat eine "wachsende Islam-Angst" fest. Häufig werde, was nicht zutreffend sei, "der Islam mit fundamentalistischem Islam gleichgesetzt". Entscheidend sei der "gegenseitige Respekt", der auch durch staatliche Anstrengungen wie Veranstaltungen, Handreichungen, Quartiergespräche oder Sensibilisierungs-Kampagnen gefördert werde.

27. Mai 2010

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"Personenwagen entfernt sich nach Kollision mit Velo von der Unfallstelle"

Polizei Basel-Landschaft
Titel einer Medienmitteilung
vom 28. Mai 2019
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In solchen Fällen schalten die PWs den Flucht-Autopiloten ein.

RückSpiegel


Die Basler Zeitung bezog sich in ihren Artikel über den Baselbieter Fremdsprachen-Streit auf OnlineReports.

In ihrem Bericht über die BVB-Tramblockade an der "Bankverein"-Kreuzung nahm die BZ Basel auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung und das SRF-Regionaljournal bezogen sich in ihren Berichten über das Urteil gegen den Rheinufer-Todesschläger auf OnlineReports. 

Die Basler Zeitung äusserte sich in einer Gerichtsberichterstattung über einen "Sexverbrecher" (so die BaZ) kritisch über OnlineReports.

Telebasel und die Basler Zeitung bezogen sich in ihren Berichten über das Bordell in der Schillerstrasse auf einen OnlineReports-Bericht.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung, 20 Minuten, die Nachrichtenagentur SDA, das SRF-Regionaljournal und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Unfall an der Parking-Baustelle beim Kunstmuseum auf.

Die OnlineReports-Recherche über die Zukunft des Basler "Viertel-Kreis" wurde von der Gundeldinger Zeitung aufgenommen.

Die Nachrichtenagentur SDA nahm die OnlineReports-News über die Berufung im Fall des pädophilen Sekundarlehrers auf.

Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die SDA und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.