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"Stündlicher Stolperintervall": Gefahrenzone Centralbahnstrasse*

Reihenweise tappen Fussgänger in die "amtlich gelegten Sturzfallen"

Seit Jahren stürzen Fussgänger in der Basler Centralbahnstrasse über Randsteine und verletzen sich: Die Baubehörde ist verblüfft


Von Ruedi Suter


Haarsträubende Sturzzone am Rande des belebtesten Platzes in Basel: Zwei Randsteine in der Mitte der Centralbahnstrasse bringen fast täglich Bahnfahrende zu Fall, die abgekürzt zum Bahnhofplatz gehen wollen. Die jahrelange Misere forderte schon zahlreiche Verletzte. Doch davon wollen die Baubehörden nie etwas gewusst haben.


Plötzlich prallte ihr Fuss mitten auf der Strasse in einen Randstein. Abrupt wurde ihr Körper nach vorne gerissen, und sie geriet in Schieflage. Viel zu langsam war ihr zweites Bein, um den Sturz noch auffangen zu können. Im Fallen versuchte die 83 Jahre alte Dame noch reflexartig die Arme hochzureissen, doch schon schlugen ihr der Asphalt und der Stahl der Tramschienen mit furchtbarer Wucht ins Gesicht. Nahe des linken Auges platzte die Haut, das Brillengestell brach, die Gläser zersplitterten, ein Hörgerät flog weg, an Ellbogen und Knien drückte das Blut durch die Schürfungen. Ausgestreckt und fast ohnmächtig lag die ehemalige Bildungspolitikerin auf der Centralbahnstrasse.

Das geschah am 19. Oktober 2008, einem Sonntag. Die Bahnhofuhr rückte gegen 10 Uhr. Aus ihrem Wohnort Solothurn war die Baslerin P. G. angereist, um den Kulturanlass einer ihrer Töchter in Birsfelden zu besuchen. Als umweltbewusste Zeitgenossin hatte sie das Auto stehen gelassen. In Basel verliess sie den östlichsten Bahnhofausgang gegenüber der Coop-Filiale und wollte, den Blick bereits auf die Tramhaltestellen am Centralbahnplatz gerichtet, quer über die Centralbahnstrasse, durch welche die gelben Trams der Linien 10 und 11 nach Dornach und Aesch rollen. Von diesen war keines in Sicht und P. G. meinte, nun sicher zum Platz hinübergehen zu können. Den Bordstein, der in der Strasse beidseitig die Tramschienen von der Fahrbahn der Autos abgrenzt, sah sie nicht.

Mit Kopfwunde in die Notfallstation

Nun rannten zwei Frauen herbei und halfen der Gestürzten auf die Beine. Ob sie noch gehen könne? Sie konnte. "Zehn Engel haben mich beschützt, dass ich mir nichts brach oder seither gelähmt bin", erzählt uns heute P. G. in ihrer ruhigen Art. Da sich das stark tropfende Blut aus der Kopfwunde nicht mit den gereichten Papiernastüchern stillen liess, begleiteten sie die beiden Helferinnen zur Bahnhofapotheke Wenger AG, wo man sich der Verletzten "sehr zuvorkommend" annahm und alle ihre Wunden verband.

Mit dem Taxi statt mit dem Tram gelangte die Rentnerin dann doch noch zu ihrer Tochter nach Birsfelden. Gegen Abend aber begleitete sie die zweite Tochter nach Solothurn zurück, wo sie sich in der Notfallstation des Bürgerspitals die Kopfwunde nähen lassen musste. Die Doktoren rieten ihr dringend, die Nacht nicht allein zu verbringen. Nur widerwillig befolgte P. G. den ärztlichen Rat. Der Unfall mit dem Umfallen kostete sie schliesslich weit über tausend Franken.

Später erfuhr sie von ihrer Basler Freundin G. R., dass diese wenige Wochen zuvor an der genau gleichen Stelle zu Boden ging. G. R. zu OnlineReports: "Ich habe mir an der Hand weh getan. Aber wenigstens brach mein Handgelenk nicht, das ich vor diesem Unfall schon vier Mal gebrochen hatte."

Folge-Operationen und Knochenbrüche

Weniger Glück hatte jedoch E. S., eine aktive Wanderin aus Basel. Sie stolperte anfangs dieses Jahres über die heimtückische Kante und versuchte instinktiv, den Körper mit ihren Händen abzufedern. Ausgerechnet mit jenen Händen, die zuvor operiert und innen mit Schienen stabilisiert werden mussten. "Ich stand völlig belämmert auf. Nachher war ich froh, dass ich nur das Knie aufgerissen hatte. Doch nach einigen Wochen merkte ich, dass sich die Schienen verschoben hatten. Sie drückten auf die Knochen und machten weh – ich musste sie herausnehmen lassen", berichtet E. S. gegenüber OnlineReports. Im Nu stiessen wir in Recherchen auf weitere Geschädigte, die in den letzten Monaten durch die Schwellen zu Schaden kamen.

Sofort in die Notfallstation des Universitätsspitals Basel gebracht werden musste J. B.. Die Frau schlug am 13. März derart hin, dass sie sich das Handgelenk brach. Opfer fordert der verhängnisvolle Randstein auch in umgekehrter Richtung: Wenn Leute auf den Geleisen 1 bis 4 ihre Züge besteigen wollen. Als C. S., eine deutsche OeV-Benutzerin aus Weil am Rhein, am 11. Juni gegen Mittag auf die S-Bahn wollte, stürzte sie ebenfalls und verletzte sich an beiden Knien. Benommen rappelte sie sich auf und hinkte zur nächsten Sitzgelegenheit, um sich vom Schock zu erholen.

Stolpernde und Stürzende am Laufband


Unzählige Frauen, Männer und Kinder hat die bauliche Stolperfalle in der östlichen Centralbahnhofstrasse seit Inbetriebnahme des neu gestalteten Centralbahnplatzes vor bald einer Dekade schon zu Fall gebracht. Viele rappelten sich erschreckt und verlegen, immerhin aber unversehrt wieder auf, um ihren Weg fortzusetzen. Zahlreiche Menschen jedoch verletzten sich und trugen blutende Wunden, Verstauchungen und vereinzelt sogar Knochenbrüche davon.

"Wir beobachten hier jeden Tag Leute, die stolpern oder stürzen", beteuert Giovanni Dicristofaro. Der Taxifahrer wartet vor dem Bahnhofgebäude und nur wenige Schritte von der Sturzstelle entfernt auf Kundschaft. Er und seine Kollegen sind vom Taxistandplatz aus regelmässig Zeugen der strauchelnden SBB-Kundschaft, die täglich zu Hunderten die heikle Stelle überquert. Blieb früher jemand zu lange liegen, packte er jeweils seinen griffbereiten Sanitätskoffer, um hinüber zu rennen und Erste Hilfe zu leisten.

"Lieber Design als Sicherheit"


Seine Hilfsbereitschaft reduzierte Giovanni Dicristofaro unterdessen auf das Hochhelfen und den Verweis auf die nahe Apotheke – zu viel eigenes Desinfektionsmittel, Verbandsmaterial und Pflaster hätten sein bescheidenes Einkommen belastet. "Es ist unglaublich: Im Durchschnitt stolpert hier jede Stunde eine Person, ohne dass etwas geändert wird", schimpft sein Kollege Mato Knezević. Der Zorn hat seinen psychologischen Grund: Die dauernd stolpernden und stürzenden Menschen gegenüber des Standplatzes schlagen aufs Gemüt – sie belasten alle Taxichauffeure vor dem östlichen Bahnhof.

Sie wie auch Angehörige des im Bahnhof tätigen Sicherheitspersonals kritisieren, "die Behörden" würden sich "einfach totstellen". Offensichtlich sei – "wie beim Centralbahnplatz" – auch hier das stadtplanerische Design weit wichtiger als Funktion und Sicherheit: Mit einem Fussgängerstreifen oder dem Bemalen der Randsteine mit einer hellen Farbe hätte die Situation vor Jahren schon entschärft werden können, heisst es unisono.

Schwere Verstauchung, anhaltende Schmerzen

Dass sich längst nicht alle, die über das Hindernis fliegen und sich weh tun, auch bemerkbar machen, beweist der Fall von B. S. aus Rodersdorf. Sie kam am 15. Juli um 21 Uhr auf Gleis 4 mit dem Zug aus Zürich an und knallte beim Überqueren der Centralbahnstrasse der Länge nach auf die Tramschienen. Als die gut sechzigjährige Textilgestalterin mit Hilfe eines türkischen Ehepaars wieder auf die Beine kam, blutete sie am Kopf. Sie nahm ihre hoffnungslos demolierte Brille auf und stieg gleich ins nächste Tram nach Rodersdorf.

"In meinem Dusel wollte ich nur heim, einfach heim. Im Tram merkte ich aber, dass mit meinem rechten Arm etwas nicht stimmte. Daheim hatte ich derartige Schmerzen, dass ich mich noch in der Nacht ins Bruderholspital fahren lassen musste. Die Röntgenaufnahme zeigte eine schwere Verstauchung", erzählt B. S. gefasst. Nach dem Unfall konnte sie nicht mehr richtig arbeiten, musste viel schlafen, Schmerzmittel schlucken und in eine Bewegungstherapie. Der Ellbogen schmerzt sie bis zum heutigen Tag.

Ohnmächtige Polizisten, "hohe Dunkelziffer"

Selbstverständlich weiss man auch im nahen Polizeiposten des Bahnhofs beim Geleise 1 vom "Bermuda-Dreieck" zwischen Bahnhof, Coop und Centralbahnplatz. Die Ordnungshüter bestätigen Reklamationen Gestürzter, die aufgenommen und an die Zentrale weitergegeben worden seien. Die Polizei vermutet eine "hohe Dunkelziffer" Betroffener, die sich gar nie melde. Mehr aber dürften sie nicht sagen, blocken die altgedienten Polizeibeamten bedauernd ab. Dann schweigen sie, mit beredten Gesichtern. Aus ihnen ist Ärger darüber herauszulesen, dass die zuständigen Stellen nicht längst schon bauliche Massnahmen in die Wege geleitet haben. Immerhin bestätigt Klaus Mannhart, Sprecher des Basler Sicherheitsdepartements, den Eingang entsprechender Rapporte oder Briefe und die Weiterleitung an das hierfür zuständige Bau- und Verkehrsdepartement.

Dort sind die Hiobsbotschaften und Reklamationen auch tatsächlich angekommen. "Wir haben schon verschiedene Briefe von Betroffenen erhalten", erinnert sich Heinz Ehrsam, Projektleiter im neuen Amt für Mobilität. "Es ist uns bekannt, dass Leute dort stolpern: Die Situation ist nicht glücklich, aber auch nicht ausserordentlich", befindet Heinz Ehrsam. Er verweist auf "ähnlich" frequentierte Stellen in der Stadt, wo Bewohner ebenfalls hin und wieder stolperten – beispielsweise bei der Horburg-, Clara- oder Güterstrasse.

Lösungsmodell Zebrastreifen ist tabu

Das Einfassen der Tramschienen in der Centralbahnstrasse zwischen Bahnhofausgang und Coop mit Steinrändern sei keineswegs nur aus optischen Gründen erfolgt – die Borde dienten der Sicherheit aller und hinderten Autofahrer, in diesem sensiblen Bereich zu parkieren oder über das Tramgeleise zu kehren. Wer zu Fuss gehe, müsse vom Bahnhofausgang nur geradeaus über die – dort randsteinlose – Strasse hinüber zum Coop. Weshalb exakt diese Strecke nicht mit einem Zebrastreifen markiert wird, sei gesetzlich bedingt. "Über Tramgeleise dürfen keine Fussgängerstreifen angebracht werden", erklärt Ehrsam – ungeachtet verschiedener Ausnahmeregelungen in der Stadt.

Bass erstaunt über die von OnlineReports genannte Fülle von Stürzen in der Centralbahnstrasse zeigt sich auch Martina Münch, Leiterin der Abteilung Gestaltung Stadtraum Verkehr im zuständigen Hochbau- und Planungsamt. Ihr seien nur drei Fälle bekannt. "Wir sind nicht mit Beschwerden bombardiert worden." Dem ist Glauben zu schenken, da die meisten der Gestürzten die Schuld bei sich suchen oder sich bei den Behörden aus Scham oder Unwissenheit nicht melden.

Sicherheitsanalyse mit falschen Schlüssen

Dennoch hätten die Klagen und Warnungen über die Risikoschwellen am Bahnhof die zuständigen Leute im Bau- und Verkehrsdepartement längst wachrütteln müssen. Dort aber sorgt bis heute eine 2001 erstellte Analyse über die Fussgängersicherheit für relative Sorglosigkeit und Zufriedenheit. Die nach Besichtigungen von Fachleuten und unter Mitwirkung von kantonalen Stellen, Anrainern und Verkehrsteilnehmern erstellte Studie kommt laut Heinz Ehrsam zum Schluss, dass in der Stolper- und Sturzzone der Centralbahnstrasse "keine weiteren Massnahmen angezeigt sind".

Eine beklemmende Fehleinschätzung, wie sich heute nach Jahren rätselhafter amtlicher Verdrängung der Sturzserien vor dem Ostbahnhof zeigt. Sollen dem entsprechend auch in Zukunft tatenlos Stürze, Platzwunden, Verstauchungen und Knochenbrüche in Kauf genommen werden? Und sollen die – bislang auf wundersame Weise ausgebliebenen –Schadenersatzforderungen von Gestürzten riskiert werden?

Amtliche Ein- und Aussichten

Nein, Veränderungen seien bereits ins Auge gefasst, lässt Architektin Münch erleichtert durchblicken. Diese sind jedoch nicht durch die unglücklichen Scharen gefallener Fussgängerinnen und Fussgänger ausgelöst worden. Es ist vor allem das Tohuwabohu aus Taxis, Bussen und Trams am Centralbahnplatz, die ein neues Verkehrskonzept aufdrängen. Dieses soll noch dieses Jahr Wirklichkeit werden und die gesamte Taxiflotte in die Centralbahnstrasse verbannen.

Ein Vorhaben, dem die Taxihalter äusserst kritisch gegenüberstehen – ihnen schwanen Umsatzeinbussen und ein neues Verkehrschaos im Osten des Bahnhofs. Für die Fussgänger und Fussgängerinnen aber wäre der Plan ein wahrer Segen: Die "amtlich gelegten Sturzfallen", wie sie ein Opfer bitter bezeichnete, würden platt gemacht.

"Für uns ist das die beste Lösung, aber dafür muss zuerst das Bewilligungsverfahren durch", versichert Martina Münch. Und bis es soweit sei, könne sogar eine rasche Markierung der Stolperschwellen ins Auge gefasst werden: "Ich werde mich mit meinen Kollegen unterhalten, ob und wie wir allenfalls etwas machen können."

So oder so: Nach Jahren gemütlicher Unbekümmertheit zählt jetzt jede Minute.

* gestellte Szene

26. August 2009

Weiterführende Links:


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
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"Danke für den Bericht"

Passerelle Nasserelle, Tohuwabuhu und kein Ende der Bauarbeiten. In der Bahnhofhalle wird wieder eifrig gebohrt und gehämmert, für eine Info-Wartehalle. Danke für den detaillierten Bericht von Ruedi Suter. Vor der nächsten Fasnacht sollte es doch möglich sein, einen ansehnlichen bahn-, bus-, tram- wie fussgängerfreundlichen Bahnhofplatz, inklusive der Zugänge zu den Perrons und Schaltern, zu realisieren! Fähige Architekten gibt es genug in der Kulturstadt Basel, Bern wie Zürich leben es vor.


Yvonne Rueff-Bloch, Basel



"Ein ganz klein wenig selbst aufpassen"

Offensichtlich ist meine Ansicht hoffnungslos veraltet, dass ich zumindest ein ganz klein wenig selbst aufpassen muss, wohin ich meine Füsse setze.


Stefan Zingg, Basel



"Bleibt die Hoffnung auf den neuen Vorsteher"

Zuerst einmal ein grosses Dankeschön an Ruedi Suter und Peter Knechtli, dass sie mit ihren hoffentlich viel gelesenen OnlinerReports auf diese "Unfalle" aufmerksam macht.

 

Die ehemalige Baudirektorin stand bei der Monopolpresse offenbar unter Heimatschutz, denn denn die für jedermann ersichtlichen Planungsfehler bei der Gestaltung des Bahnhofvorplatzes waren für die Printmedien schlicht tabu.

 

Dass sowohl Bahnhofplatz und Passerelle geplant und gebaut worden sind, ohne daran zu denken, dass diese Anlagen von Tausenden Personen täglich benützt werden müssen, ist auf Grund der zahlreichen Mängel offensichtlich und wird trotzdem von den dafür verantwortlichen Stellen hartnäckig negiert.

 

Bleibt nur die Hoffnung, dass der neue Vorsteher des BVD den Mut und die Kraft zur Veränderung hat und in der Lage ist, sich von den prämierten Fehlplanern zu trennen. Plästerlipolitik wie sie bisher betrieben wurde, hilft in diesem Fall nicht weiter.


Bruno Honold, Basel



"Wie wärs mit einem Alarmton ...?"

Sicher muss jetzt noch ein Verkehrssignal aufgestellt werden. Vielleicht wäre ja auch ein Blinklicht sinnvoll oder wie wärs mit einen Alarmton, wenn ein Fussgänger auf die Strasse tritt und diese dort überqueren will. Wäre ich nicht gehetzt, würde nicht gleichzeitig mit dem Handy telefonieren oder meinen, ich müsse nun wirklich noch dieses Drämmli erreichen, würde ich vielleicht mit offenen Augen diese Strasse überqueren und so diesen Absatz bemerken.


Stephan Gassmann, Aesch



"Ich liege flach über den Tramschienen"

Auch ich bin ein Opfer. Nachts um zwölf, aus dem Bahnhofausgang der Gleise 1 - 4 möglichst rasch zur Tramstation, schräg über die Strasse, weil sie leer ist, stolper! Ich liege flach über den Tramschienen, der 11er naht, Passanten und Taxichauffeure helfen mir auf die Beine, grosse Schürfwunde am rechten Unterarm, sonst nichts, ich zittere so sehr, dass ich mich für eine Taxifahrt nach Hause entscheide, der Taxifahrer sagt, er sehe täglich Stürze an diese Stelle, ich solle der BVB schreiben, ich tue dies nicht, weil ich anderntags sehe, dass der Übergang ebenerdig ist, wenn man brav rechtwinklig zum Ausgang die Strasse überquert.


Erika Buser, Basel



"Fussgängerhatz"

Wie reimte doch vor Jahren ein Fasnachts-Zeedel:

"Bahnhofplatz = Fussgängerhatz". Dem ist nichts beizufügen, ausser, dass es gschämig ist.


Beatrice Alder, Basel



"Wer schüchtert hier ein?"

Es mag mit dem Thema direkt nichts zu tun haben. Aber diesen Satz aus dem Artikel finde ich alarmierend; beschämend für eine Demokratie: "Mehr aber dürften sie nicht sagen, blocken die altgedienten Polizeibeamten bedauernd ab. Dann schweigen sie, mit beredten Gesichtern." Was ist los in unserem Kanton, wenn sogar "altgediente Polizeibeamte" nicht mehr aussprechen dürfen, was Sache ist? Wer schüchtert hier ein? Wer macht aus einer offensichtlichen Schlamperei ein Staatsgeheimnis, dem sich die Polizei unterzuordnen hat?


Peter Waldner, Basel



"In der Industrie gelten andere Massstäbe"

In der Industrie nennt man dies Stolperfallen. Stolperfallen erhöhen das Unfallrisiko und beeinträchtigen also die Arbeitssicherheit. Infolge dessen werden sie von der Suva beanstandet und das Unternehmen ist angehalten, die Stolperfallen zu entfernen oder, sollte dies nicht möglich sein, wenigstens deutlich zu markieren. Diskutiert wird darüber nicht. Aber eben, in der Industrie gelten andere Massstäbe. Übrigens gab es da früher den Spruch "Design oder Nichtsein".


Peter Berlepsch, Basel


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"Dass einzige Problem, dass ich habe, wenn ich mit meiner Frau arbeite, ..."

NZZ am Sonntag
vom 8. Oktober 2017
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... ist dass mit der Orthografie, wenn dass Korrektorat aus Kostengründen nach Bosnien ausgelagert wird.

"Und übrigens ..."

Waschmaschinen gegen Gemüse
RückSpiegel


Ausführlich geht die Basler Zeitung auf einen kritischen OnlineReports-Gastkommentar über den Eigenmietwert-Steuerfall um Rösly M. ein.

In seinem Beitrag über "Die Basler Sinnkrise" zitiert der Tages-Anzeiger aus dem OnlineReports-Leitartikel "Willkommen im Baselbiet: Nichts geht mehr", in dem es um einen "Kanton in der Sinn-Krise" geht.

barfi, die BZ Basel, die Tageswoche, die Badische Zeitung und das Baublatt haben die OnlineReports-Story über den Abbruch des "Rostbalkens" und die geplanten Hochhäuser beim Basler Bahnhof SBB aufgenommen.
 
Infosperber.ch geht in einem Kommentar über das "Dauer-Bashing" der Behörden durch die Medien auf die Konter-Position von OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung nahm in ihrer Berichterstattung über den "Fall Wessels" auf einen OnlineReports-Kommentar Bezug.

Die Basler Zeitung, die BZ Basel, die SDA und die Badische Zeitung gingen auf den OnlineReports-Primeur über die Berufung des türkischen Basler Polizei-Assistenten gegen den Strafbefehl der Staatsanwaltschaft ein.

20 Minuten online nahm die OnlineReports-News über die Basler verkehrs-Betriebe (BVB) an der Grenze ihrer Belastung auf.

Die BZ Basel und das Regionaljournal gingen aktuell auf die OnlineReports-Recherche über einen Manipulations-Versuch der BVB-Direktion im Vorfeld der Wahlen in die Personalkommission ein.

Barfi zog die OnlineReports-Story über die umstrittene Umnutzung des "FKK-Clubs" in ein Bordell an der Amerbachstrasse in Basel nach.

Der Landbote nahm die OnlineReports-Story über den Stromeinkauf der Gemeinde Muttenz beim Stadtwerk Winterthur auf.

Die OnlineReports-News über den Personalabbau auf der Basler Hauptpost wurde durch Telebasel aufgenommen.

Telebasel online ging in seinem Bericht über die SP-Prämieninitiative auf einen Kommentar von OnlineReports ein. 

Die Weltwoche zitierte in ihrem Bericht über den Basler Scharia-Befürworter Aziz Osmanoglu aus einem Gerichts-Bericht von OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrem Bericht über die "Maulwurfjagd gegen Mitarbeiter der Basler Verkehrs-Betriebe" auf einen OnlineReports-Artikel.

Im Artikel über die Versetzung eines Kadermanns im Basler Jusitz- und Sicherheitsdepartement nimmt die Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Recherche Bezug.

In den BaZ-Standpunkten des Schweizer Fernsehens nennt NZZ-Medienredaktor Rainer Stadler OnlineReports als Element der Basler Medienvielfalt.

Die Basler Zeitung und die Volksstimme zogen die OnlineReports-Nachricht über den Massen-Exodus aus der Parteileitung der FDP Baselland nach.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über die Wahl von Beatriz Greuter zur neuen "Birshof"-Direktorin auf.

Barfi
nahm im Bericht über Waschbären in der Stadt Bezug auf eine OnlineReports-Reportage über Waschbären, die Toronto bevölkern.

Die Volksstimme nahm die OnlineReports-Erstmeldung über den Tod des früheren FDP BL-Präsidenten und Untersuchungsrichters Ernst Heimann auf.

Barfi und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Schliessung des Nobel-Restaurants "Schifferhaus" auf.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrer Nachricht über die Absage von Saskia Schenker als FDP BL-Präsidentin auf OnlineReports.

Die NZZ nennt Pionier OnlineReports in ihrem Beitrag über die Finanzierung von Online-Medien.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung berichteten unter Bezugnahme auf OnlineReports über die Trennung der BVB von zwei Kaderleuten.

Das OnlineReports-Interview mit dem designierten FCB-Besitzer Bernhard Burgener nahmen die Fussball-Plattform 4-4-2.com, die Basellandschaftliche Zeitung und die Schweiz am Wochenende auf.

Telebasel berief sich in seinem Bericht über die Interpellation von "Basta"-Grossrat Beat Leuthardt über den designierten FCB-Präsidenten Bernhard Burgener auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung berief sich in ihrer Meldung über Betriebs-Wegweiser-Posse auf OnlineReports.

Die Schweiz am Wochenende nahm eine OnlineReports-Story über den Gang der BVB ans Bundesgericht wegen einer Auflösung des Arbeitsverhältnisses auf.

In ihrem Bericht über den Streit um die schmale Treppe im neuen Gelterkinder Hallenbad bezogen sich die Basler Zeitung und die Volksstimme auf OnlineReports.

Die Basler Zeitung griff die OnlineReports-Recherche über markante bauliche Veränderungen im Nord-Teil des Basler "Dreispitz"-Areals auf.

Der schweizerbauer.ch nahm die OnlineReports-Meldung über das auf der Strasse erlegte Rind in Gelterkinden auf.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Da die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung in Basel-Stadt im kommenden Jahr um durchschnittlich 4,5 Prozent ansteigen, passt die Regierung die Prämienbeiträge des Kantons für Haushalte mit bescheidenem Einkommen im gleichen Umfang an.

• Für den 9. Basler Pop-Preis sind folgende Bands nominiert: Alma Negra (Electronic World Music, Basel), Audio Dope (Electronic Music, Basel), Schammasch (Avantgarde Metal, Liestal), We Invented Paris (Indie-Pop, Liestal) und
Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

• Da der Vereinszweck erfüllt sei, hat die Generalversammlung den "Verein Kunschti Eglisee" am 16. Juni mit 30 zu 4 Stimmen aufgelöst.

• Nationalrat Christoph Eymann, der ehemalige Vorsteher des Basler Erziehungsdepartements, wurde als neues Mitglied in den Verwaltungsrat des Karger Verlags gewählt.

• Der Kanton Basel-Stadt führt eine neue, zusammenhängende Fussgängerorientierung ein, mit der sich ortsunkundige Gäste, aber auch Einheimische in Basel künftig durch neue Stadtpläne auf Stelen besser zurechtfinden sollen.

• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.