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"Al Kaida wird unterschätzt": Podiums-Teilnehmende*

"Die Gefahr des Terrorismus ist sehr ernst zu nehmen"

Mittlerer Osten-Kenner Ulrich Tilgner und Verteidigungsminister Samuel Schmid warnen vor radikalen Islamisten


Von Peter Knechtli


Ein düsteres Bild der internationalen Sicherheitslage und einer möglichen Bedrohung der Schweiz zeichneten der Schweizer Verteidigungsminister Samuel Schmid und der Journalist Ulrich Tilgner am "Pfeffinger Forum". In erstaunlich offener Form vermittelten die beiden Referenten einen authentischen Eindruck aus der Welt des islamistischen Terrors und seiner möglichen Ausbreitung.


"Sicherheit ein Problem?!", hiess etwas unterkühlt das offizielle Motto des diesjährigen "Pfeffinger Forums", moderiert vom ehemaligen FDP-Landrat Paul Schär. Doch was der TV-Journalist Ulrich Tilgner und Bundesrat Samuel Schmid gestern Montagabend in ihren Referaten und Diskussionsbeiträgen boten, waren Informationen der Extraklasse. Wo Magistraten und Experten sonst mit Vorliebe verbale Konserven wiederverwerten, gelang es den beiden Referenten, ein äusserst brisantes Thema mit so viel Erkenntniswert zu behandeln, dass in der mit 550 Zuhörenden randvoll gefüllten Pfeffinger Mehrzweckhalle während zwei Stunden komplette Stille - und Betroffenheit - herrschten.

"Konflikte strahlen nach Europa aus"

Der in Bagdad und Teheran stationierte Journalist und Buchautor Tilgner, direkt aus der iranischen Hauptstadt in die Unterbaselbieter Berggemeinde gejettet, ging der Frage nach, ob das "Pulverfass Mittlerer Osten" angesichts der neuen Front zwischen dem Orient und dem Westen, die Amerika aufbaut, explodiert und die Konflikte sich auch nach Europa und in die Schweiz ausweiten könnten. "Es wird nicht internationale Kriege geben und die Konflikte werden nicht auf Europa übergreifen", meinte Tilgner, fügte aber an, dass sich die "Ausstrahlung der Konflikte immer weiter Richtung Europa" bewege: "Die Zahl der verhinderten Anschläge in Europa ist grösser als der Öffentlichkeit bekannt ist."

Er gab auch klar seine Meinung zu verstehen, dass weder in Afghanistan noch im Irak ausländische Kräfte geeignet seien, eine Beruhigung herbeizuführen. So hätten die wieder erstarkten Taliban "erfolgreich gegen die modernsten Truppen bestanden". Heute betrage anderseits der Opiumanbau in diesem seit 30 Jahren im Krieg stehenden Land das Mehrfache dessen, was unter der Taliban-Herrschaft produziert worden war. Lange sei die Eskalation in Afghanistan, wo immer Zivilisten Opfer von Angriffen gegen die Taliban werden, "schöngeredet" worden. Im Irak, zu dem die "Parallelen bis zur Bauart der Sprengsätze überdeutlich sind", seien zwischen Januar und Mai dieses Jahres als Folge des landesinternen Terrors allein 8'000 Leichen zur Registrierung in eine Bagdader Klinik eingeliefert worden. Der Iran, scheint Tilgner auszumachen, bereite sich auf einen Krieg vor, der beispielsweise Israel, die Scheichtümer am Golf oder arabische Ölfelder ins Visier nehme. Im Irak anderseits würden Terroristen in die Wüste und in ihre arabischen Heimatländer gedrängt, wo der Terror zunehmen werde.

In seinen teils komplexen Ausführungen ging Tilgner auch auf das vom Westen ignorierte, aber herrschende vorislamische Rechtsverständnis ein, das Iraker schon nach einer Hausdurchsuchung berechtige, "Rache an der ganzen ausländischen Armee zu nehmen".

Wo sind die 80 atomaren Kofferbomben?

Bundesrat Samuel Schmid, ganz in seiner Rolle als besorgter Verteidigungsminister, gelang es ebenso, das Publikum ganz in seinen Bann zu ziehen. Erstaunlich war, wie offen sich Schmid über seine Einschätzung der Bedrohungslage äusserte - ganz offensichtlich in der Absicht, der Bevölkerung kein falsches Gefühl von grenzenloser Sicherheit zu vermitteln. Vielmehr verbreitete der höchste Verteidigungspolitiker die Botschaft, dass sich seine Departement, die Armee und auch die kantonalen Polizeikorps mit allen Varianten möglicher Bedrohungsszenarien analytisch und auch übungstechnisch auseinander setzen. Zwar liegt die Schweiz auch gemäss Schmid "nicht im Fokus des Terrorismus", aber dies könne sich "rasch ändern", da in der Schweiz auch internationale Ziele angegriffen werden könnten: "Wir verfolgen die Szene aktiv und wir schärfen die Sicherheitsinstrumente." Laut Meldungen seiner Nachrichtendienste können Waffen mit weitreichender Wirkung "erworben" werden. So seien vor wenigen Jahren aus russischen Beständen 80 bis 100 atomare Kofferbomben verschwunden.

Die Dramaturgie, mit der Schmid seine strategischen Einschätzungen (siehe auch das Video-Statement) vortrug, liess erkennen, mit welchen Herausforderungen sich sein Departement konfrontiert sieht.

Neutralität schützt nicht

Etwas unterschiedlich beurteilten Schmid und Tilgner die Rolle der Al Kaida. Dieses islamistisches Terrornetz sei "eher eine Ideologie geworden", meinte Schmid, während Tilgner widersprach: "Al Kaida wird unterschätzt. Diese Organisation ist wesentlich besser organisiert als wir es wahrhaben wollen." Einig waren sich die beiden Hauptreferenten, dass die schweizerische Neutralität unser Land nicht schützt, wobei Schmid anfügte: "Aber wir sollten nichts an diesem Status ändern." Tilgner schloss nicht aus, dass die Schweiz als "Ruheraum für Terroristen" attraktiv sein könnte. Schmid sprach sogar vor "rechtsstaatlichen Hindernissen" und "gebundenen Händen der Polizei", die den Terroristen ermöglichten, sich zu organisieren.

In der Diskussion wurde Schmid gefragt, weshalb ausgerechnet die Schweiz über heimtückische Steubomben verfüge. Der Verteidigungschef meinte dazu, diese Munition verfüge über eine "entsprechend hohe Qualität" - und er meinte damit nicht die Zerstörungskraft, sondern die Tatsache, dass sie bloss ein bis zwei Prozent Blindgänger aufweise, wogegen dieser Prozentsatz bei schlechter Qualität bei gegen 30 Prozent liege.

Die Rolle der Medien

In einem Kurzreferat bezeichnete die Baselbieter Justiz- und Polizeidirektorin Sabine Pegoraro die Sicherheitsverhältnisse in der Schweiz als "geradezu paradiesisch". Dennoch seien auch Besorgnis erregende Entwicklungen festzustellen: Zunehmende Gewaltbereitschaft, steigende Respektlosigkeit oder die Sittenverrohung im Strassenverkehr. Einen der Gründe ortete Pegoraro in der "Auflösung von Familiengemeinschaften". In der Gewalt-Debatte hätten auch die Medien eine grosse Verantwortung: "Grossaufnahmen von Blutlachen und zerfetzte Leichen sind nicht zwingend notwendig, um glaubwürdig zu sein."

Profi Tilgner hatte indes zuvor angemerkt, dass anderseits Politiker und Kriegsstrategen "die Medien ausnützen" und gezielt "Lügen" verbreiteten. Davon, wie die Amerikaner dieses Metier beherrschten, hätten auch die islamistischen Interessenvertreter gelernt.

* von links: Samuel Schmid, Paul Schär, Sabine Pegoraro, Ulrich Tilgner

7. November 2006



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"Mit OnlineReports gut informiert"

Einmal mehr bestätigt die BaZ ihren Mangel an Qualität. Die Berichterstattung über das "Pfeffinger Forum" zeigt, dass die BaZ Ereignisse, die "auf dem Land" stattfinden, nicht ernst nimmt. Peter Knechtli hat einen interessanten Artikel geschrieben und bestätigt so, dass man mit OnlineReports gut informiert ist.

 


Pascal Marchal, Basel



"Bei totalitären Bewegungen sind immer alle Andersdenkenden das Ziel"

In der englischen Koranübersetzung der Scharia-Universität von Medina (Saudi-Arabien) steht in der Fussnote (= ergänzende Erläuterung) zu Vers 2:190:

 

"Al-Jihâd (holy fighting) in Allâh's Cause (with full force of numbers and weaponry) is given the utmost importance in Islâm and is one of its pillars (on which it stands). By Jihâd Islâm is established, Allâh's Word is made superior, [...] and His religion (Islâm) is propagated. By abandoning Jihâd (may Allâh protect us from that) Islâm is destroyed and the Muslims fall into an inferior position; their honour is lost, their lands are stolen, their rule and authority vanish. Jihâd is an obligatory duty in Islâm on every Muslim, and he who tries to escape from this duty, or does not in his innermost heart wish to fulfil this duty, dies with one of the qualities of a hypocrite."

 

Gratis dank Ölmilliarden, Hass säenden Missionaren und Internet um die Welt verteilt (auch in Basel?). Globalisierung ohne Protest von ATTAC.

 

Terror hat ein Umfeld. Terror hat vorgängige inspirierende oder indoktrinierende Propaganda.

 

Natürlich schützt Neutralität nicht. Bei totalitären Bewegungen sind immer alle Andersartigen, Andersdenkenden das Ziel. Totalitäre antworten auf Toleranz mit Intoleranz, Unterwerfungs- und/oder Vernichtungsversuchen. Wird im Umgang mit ihnen Angst als Ratgeber genommen, so wird das Ergebnis verheerend sein, egal ob Selbstaufgabe durch Einknicken oder Überreaktion.


Andy Wolf, Muttenz


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Frisch pubertiert

Küssen, nicht spucken!
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"Kilomattstunde"

OnlineReports.ch
in einer Meldung
vom 30. Mai 2018
über Wind-Energie
in der Region Basel
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Kein Wunder bei diesen lauen Lüftchen.

RückSpiegel


20 minuten online bezeog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.

• Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer übernimmt per 1. Mai das Präsidium der Stiftung "éducation21", einer Fachagentur der Schweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK), die sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung widmet.

10'454 Patienten weist die Psychiatrie Baselland für das Geschäftsjahr 2017 aus.

Peter Brodmann wird neuer Baselbieter Kantonschemiker und Leiter des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen als Nachfolger von Peter Wenk, der Ende August in Pension geht.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".