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"Sex besteht nicht nur aus Orgasmus": Behinderten-Prostituierte Ellen K.

Liebesdienerin Ellen: "Behinderte sind einfühlsam und zärtlich"

Weshalb eine Karlsruher Prostituierte nur noch Behinderten ihren Körper schenkt


Von Ruedi Suter


Auch Behinderte brauchen Sex. Doch da gibt es körperliche, seelische und gesellschaftliche Hürden. Diese abzubauen ist der in Karlsruhe arbeitenden Prostituierten Ellen K. (Name geändert) gelungen. Sie hat sich auf behinderte Männer spezialisiert - und eine neue Dimension der Zärtlichkeit und Dankbarkeit erfahren. OnlineReports-Mitarbeiter Roland Wittgruber hat Ellen K. interviewt.


OnlineReports: Ellen, warum bist Du Prostituierte?

Ellen: Das ist eine längere Geschichte, die - allen Klischees zum Trotz - nichts mit einem persönlichen Abrutschen oder einem “Auf-die-schiefe-Bahn-geraten” zu tun hat. Nachdem ich 1989 das Abitur gemacht und mit dem Studium begonnen hatte, bot sich mir durch eine Freundin die Gelegenheit, auf diesem Weg etwas dazu zu verdienen. Andere gehen als Bedienung in Kneipen jobben – ich habe eben diesen Job gewählt. Das hat sich in eine Richtung entwickelt, die zunächst nicht abzusehen war: Das Metier oder die Szene hat mich regelrecht aufgesaugt – und für das Studium war irgendwann keine Zeit mehr. So bin ich in diesem Beruf geblieben.

OnlineReports: Welches Studium hattest du denn begonnen?

Ellen: Medizin.

OnlineReports: Ach ja?

Ellen: Ich kann mir gut vorstellen, dass du das jetzt richtig lustig findest. Aber im Ernst, ich habe mit Interesse und Einsatz studiert; die Materie hat mir sehr viel Freude bereitet. Dies ist jetzt ohne Bedauern und Reue gesagt: Ich hätte das Studium gerne beendet. Aber es hat sich alles ganz anders entwickelt. Ob richtig oder falsch – mein Leben hat seinen Lauf als Prostituierte genommen. Ich kann damit umgehen und fühle mich auf keinen Fall unwohl dabei.



“Am Anfang empfand ich Mitleid, weil meine Kolleginnen so mies mit ihm umgingen.“



OnlineReports: Mittlerweile bist du zehn Jahre im Metier. Seit vier Jahren hast du aber nur mehr Behinderte als Kunden – weshalb?

Ellen: In den zehn Berufsjahren habe ich alle Bereiche der Prostitution durchgemacht. Da war von der Strasse bis zum edlen Begleitservice alles dabei. Die Arbeit mit Behinderten hat sich am Anfang mehr oder weniger durch Zufall ergeben. Damals habe ich auf der Strasse gearbeitet, allerdings in einer anderen Stadt. Ein junger Mann, so Mitte zwanzig, schwer gehbehindert , hat sich um die Aufmerksamkeit meiner Kolleginnen bemüht - und eine Abfuhr nach der anderen kassiert. Mehr noch, er wurde verhöhnt, wurde beschimpft. Fast schon resignierend, landete er schliesslich bei mir. Er schaute mich mit wundervollen blauen Augen an. Er hatte ein sehr schönes Gesicht, doch an seinem Körper war wohl so gut wie kein Knochen an der Stelle, wo er eigentlich hingehörte ...

OnlineReports: ... und dann hast Du Mitleid empfunden.

Ellen: Ja, am Anfang empfand ich Mitleid. Nicht wegen seiner Behinderung, sondern weil meine Kolleginnen so mies mit ihm umgegangen waren. Ich schämte mich für sie. Ich habe ihn mitgenommen, und ich muss sagen, obwohl es schon lange her ist - ich erinnere mich noch gut an ihn: Er war einer der einfühlsamsten, zärtlichsten und auch potentesten Männer, mit denen ich je Kontakt hatte. Für mich als erfahrene Prostituierte war das eine neue Situation, weil mir zum ersten Mal vermittelt wurde, nicht einfach nur benutzt zu werden, sondern eine Leistung zu erbringen, die den anderen regelrecht glücklich macht. Eine Erfahrung, die ich zuvor nie gemacht hatte.

OnlineReports: Zu deinen Kunden gehören Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen. Darunter auch Rollstuhlfahrer: Kannst du sie zum Orgasmus bringen?

Ellen: Besteht denn Sexualität einzig und allein aus Orgasmus? Auch diesbezüglich habe ich seit der Arbeit mit Behinderten die Erfahrung gemacht, dass oftmals aus einer Eingeschränktheit heraus andere Empfindungen eine viel höhere Wertigkeit haben können: Die reine Körperlichkeit, die Haut des Anderen zu spüren, den Duft des anderen Körpers zu atmen, in sich aufzusaugen, die Sehnsucht nach Zärtlichkeit zu stillen – eben Sinnlichkeit pur. Ob alle meine Kunden einen Orgasmus im landläufigen Sinn erleben, weiss ich wirklich nicht; doch ich bin felsenfest sicher: Sie geniessen die Zeit bei mir.



“Meine behinderten Kunden wollen in jeder Hinsicht, eben auch der sexuellen, ganz normal behandelt werden.“



OnlineReports: Hast du bei deiner Arbeit jemals Abstossung oder gar Ekel empfunden?

Ellen: Früher, als ich noch auf der Strasse gearbeitet habe, sogar sehr häufig. Die Kunden kamen mit sehr ausgefallenen und geschmacklosen Wünschen zu mir. Die Vorstellung, für Geld alles verlangen und bekommen zu können, was sie sich ausdenken, ist weit verbreitet. Meine behinderten Kunden sind ganz anders; sie sind durch die Bank weg alle von einer fast unschuldigen Ehrlichkeit. Sie wollen einfach nur Zuwendung, Zärtlichkeit und in jeder Hinsicht, eben auch der sexuellen, ganz normal behandelt werden.

OnlineReports: Behinderte haben oft wenig Geld. Hast du da manchmal ein schlechtes Gewissen, ihnen einen doch recht hohen Betrag für deine Dienstleistung abzunehmen?

Ellen: Nein, ein schlechtes Gewissen habe ich auf gar keinen Fall. Ich biete eine Dienstleistung an, die von meinen Kunden als Luxus gewertet wird. Es bleibt die eigene Entscheidung eines jeden, ob er es sich leisten will und kann. Natürlich höre ich hin und wieder, dass manch einer gerne öfter kommen würde, es sich jedoch nicht leisten kann. Abgezockt ist sich allerdings bis jetzt noch keiner vorgekommen. Zumindest habe ich in dieser Hinsicht noch nichts gehört.

OnlineReports: Wie viele Kunden hast du am Tag?

Ellen: Das ist ganz unterschiedlich; im Durchschnitt drei bis vier. Es sind auch Tage dazwischen, an denen niemand kommt. Ich steuere das bewusst, damit ich zwischendurch Zeit für mich habe.


“Ich könnte mir vorstellen, mich in einen Behinderten zu verlieben und mit ihm eine Lebensgemeinschaft einzugehen.“




OnlineReports: Wieviel Zeit nimmst du dir für einen Kunden?

Ellen: Meistens ein bis zwei Stunden; das ist vergleichsweise lang, weil ich mir sehr viel Zeit nehme eine angenehme Atmosphäre und Stimmung zu schaffen. Es soll ein Erlebnis der besonderen Art werden. Eine Interaktion, die durchaus etwas mit Glücksempfinden zu tun hat.

OnlineReports: Ist es schon einmal vorgekommen, dass sich ein Kunde in dich verliebt hat?

Ellen: Oh ja, ich habe schon Heiratsanträge bekommen. Bislang habe ich es immer geschafft, das Ganze zu regeln, bevor sich eine emotionale Tragödie daraus entwickelte.

OnlineReports: Wie verhältst du dich in solchen Situationen?

Ellen: Ganz einfach, ich antworte mit der gleichen Ehrlichkeit, die ich selbst erwarte; zu einer Liebesbeziehung gehören zwei und natürlich ist eine nicht erwiderte Liebe sehr schmerzhaft – aber das sind Situationen, durch die wohl jeder im Leben irgendwann einmal hindurch muss, gleichgültig ob behindert oder nicht.

OnlineReports: Könntest du dir eine Beziehung mit einem Behinderten vorstellen?

Ellen: Eine feste Beziehung ist, so wie mein Leben momentan abläuft, sowieso nicht vorstellbar – mit wem auch immer. Das kann ich niemandem zumuten, das würde wohl niemand mitmachen. Wenn ich diesen Job einmal nicht mehr ausübe, könnte ich mir sehr gut vorstellen, mich in einen Behinderten zu verlieben und mit ihm eine Lebenspartnerschaft einzugehen.

OnlineReports: Welche Vorstellungen hast du von deinem zukünftigen Leben?

Ellen: Das ist jetzt die schwierigste Frage von allen. Ich weiss es nicht. Ganz bestimmt werde ich diesen Beruf nicht bis ins Rentenalter ausüben – das kann und will ich nicht. Irgendwann muss Schluss sein, denn man beginnt selbst an dem zu erkranken, wobei man seinen Kunden eigentlich helfen will: Man wird selbst einsam und vermisst Zuwendung. Aber soweit ist es noch nicht. Irgendwann werde ich mein Leben komplett umkrempeln und in eine neue Richtung lenken.

21. Januar 2001


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"Baslerin mit osmanischen Wurzeln"

Basler Zeitung
vom 22. August 2019
über eine Frau aus Oman
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Das müssen Wurzeln sein, die bis zur Erdmitte reichen.

RückSpiegel


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Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Beat Tschudin (48), seit rund zwölf Jahren den Fachbereich Fahrzeugbewirtschaftung der Baselbieter Polizei, übernimmt ab Dezember die Leitung des Fahrzeugwesens der Bau- und Umweltschutzdirektion als Nachfolger von Christian Oberhausser, der Ende August in vorzeitige Pension geht.

• Das Basler Gesundheits-Departement hat den Umzug von der St. Alban-Vorstadt an seinen neuen Hauptstandort an der Malzgasse 30 in Basel abgeschlossen.

Tom Ryhiner und Balz Stückelberger wurden an einer ausserordentlichen Generalversammlung in den Verwaltungsrat der St. Clara AG und damit gleichzeitig in den Verwaltungsrat des Claraspitals gewählt.

• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

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Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.