© Foto by OnlineReports.ch
"Ein Bällchen im Netz": FCB beim Sieges-Ritual

Sowas sah die Schweiz noch nie: Der FCB zwingt ManU in die Knie

Historisch: FC Basel erreicht mit 2:1-Sieg gegen Manchester United die Achtelsfinals der Champions League


Von Peter Knechtli


Der FC Basel versetzte seine Anhänger heute Mittwochabend in einen Freudentaumel: Er schlug Manchester United im Heimspiel mit 2:1 Toren, warf die englische Top-Mannschaft aus dem Königs-Turnier und zieht damit erstmals in den Achtelfinal der Champions League ein.


Nach 94 Spielminuten genoss die siegreiche Mannschaft des FC Basel den grandiosen Sieg ganz für sich; sie bildeten einen Kreis, tänzelten und jubelten und herzten, während die Fussballgötter mit ihren klingenden Namen wie Wayne Rooney oder Ryan Giggs von Manchester United mit hängenden Köpfen vom Feld gingen. Das gab es noch nie in der Geschichte des Basler Fussballs: Sein Team zieht in die Achtelsfinales der Champions League ein. Und die britische Star-Elf bleibt aussen vor.

Ein Bällchen zappelt im Netz

Frenetisch angefeuert von den 36'000 Zuschauern – die 2'000 englischen Fans ausgenommen – zeigten die Basler von Anfang an nicht den geringsten Respekt vor dem englischen Meister. Schnell setzte sich Shaqiri mit seinem Drang nach vorn in Szene. Er war es auch, der schon in der 9. Minute eine Flanke von links schlug, die ManU-Goalie de Gea nur ungenügend abwehren konnte, worauf Streller goldrichtig stand und einen steifen Aufsetzer abfeuerte. Dann zappelte das Bällchen im Netz.

Nun kam erst recht Stimmung auf im St. Jakob-Park. Den Gästen gelang es denn auch nie wirklich, die Überlegenheit zu erlangen oder mindestens eine längere Druckphase aufrecht zu erhalten. Immer wieder brillierte Flügelstürmer Nani mit Tempo und fintenreichem Spiel, doch als Rooney in der 35. Minute allein vor dem Tor abdrückte, war Torhüter Sommer zur Stelle. ManU schien schneller und technisch überlegen zu sein, doch an der Basler Abwehr – Cabral angelte sich mit seinen langen Beinen immer ManU-Bälle – lief die Spitze immer wieder auf. So schaffte der FCB die 1:0-Führung über die erste Halbzeit.

Übermütiger Kommentator

"ManU gehen langsam die Ideen aus", erlaubte sich der Stadion-Speaker einen Kommentar in Baseldeutsch, den die Fans von der Insel verständlicherweise ohne den geringsten Protest quittierten. Doch der Speaker sollte recht bekommen.

Dass der FCB nie in Rückstand geriet, hatte er auch einem beträchtlichen Quentchen Glück zu verdanken: Die Gäste trafen mindestens zweimal Sommers Tor-Latte – einmal davon gar durch den Basler Steinhöfer – und in der 50. Minute geriet ein linker Schlenzer des enteilten Rooney nur haarscharf an Sommers Kasten vorbei. Derselbe schlaue Fussball-Fuchs verfehlte das Tor in der 73. Minute mit einem wuchtigen Kopfball.

Obschon die Basler nach einem zügigen Angriff plötzlich den Schwung verloren, etwas hilflos und fahrig wirkten, gelang dem "Duo Tor-Riecher" in der 84. Minute, was die Fussball-Arena zu Flippen brachte: Wiederum Shaqiri flankte von rechts und die anbrausende Spürnase Alex Frei, der sonst nicht sonderlich auffiel, sorgte mit einem Kopfball auf Bauchhöhe für die Vorentscheidung: 2:0. Wiederum zappelte das Bällchen im Netz. Sieges-Jubel, Kribbeln in der Bachhöhle. Und verbotene Pyros in der Muttenzerkurve.

Minutenlang gefeierter FCB

Das Team von Trainer Sir Alex Ferguson legte nun alles in den Angriff. In der 89. Minute gelang Phil Jones nach einem kruden Tohuwabohu vor Sommers Kasten, bei dem der Ball erst an die Latte knallte, der erste Treffer der Favoriten-Mannschaft. Es blieb auch der einzige. Das bedeutendste Fussballspiel in der Geschichte des FCB endete mit einem einzigartigen Erfolg. Minutenlang feierte die Publikums-Masse die engagierte Leistung des Teams von Trainer Heiko Vogel.

Der FCB ist in den Achtelfinals der Champions League dabei, der topgesetzten britischen Mannschaft bleibt die Mitwirkung in der Europe League. Und dem Basler Club zusätzlich ein schöner Zustupf von 3,7 Millionen Franken ins Club-Kässeli. Was für ein Fussball-Abend!

"Who are you?", skandierten Manu-Fans bei der Tram-Fahrt ins "Joggeli". Jetzt wissen sie's.

7. Dezember 2011


Nebengräusche blieben im Rahmen

"Erstaunlich ruhig" blieb es bis nach Abpfiff in der Stadt wie auch beim Stadion St. Jakob-Park. Wie die Kantonspolizei am späten Mittwochabend mitteilte, sollen zwar "einige der englischen Gäste doch etwas Mühe mit den im Laufe des Tages genossenen Mengen Alkohol" gehabt haben. Drei Personen mussten deshalb vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen werden. Drei Personen aus der Basler Hooligan-Szene erhielten einen Platzverweis und ein Aufenthaltsverbot für die Innenstadt. Die drei seien bereits am Dienstagabend negativ aufgefallen, als sie in einem Lokal an der Heuwaage eine Schlägerei mit englischen Fans anzuzetteln versucht hatten.

Die Sanität hatte im Laufe des Abends kleinere Blessuren zu verarzten. Wegen eines medizinischen Problems musste zudem eine Person notfallmässig ins Spital eingeliefert werden.


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)

www.onlinereports.ch - Das unabhängige News-Portal der Nordwestschweiz

© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigene Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

Auf dieser Website gibt es Links zu Websites Dritter. Sobald Sie diese anklicken, verlassen Sie unseren Einflussbereich. Für fremde Websites, zu welchen von dieser Website aus ein Link besteht, übernimmt OnlineReports keine inhaltliche oder rechtliche Verantwortung. Dasselbe gilt für Websites Dritter, die auf OnlineReports verlinken.

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Rentenmassaker auf Kosten der Staatsangestellten"

Juso Baselland
Betreff einer Medienmitteilung
vom 31. Mai 2018
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

Kriegsberichterstattung von der Baselbieter Polit-Front – ganz im Stil von Markus Somm.

Frisch pubertiert

Küssen, nicht spucken!
RückSpiegel


Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.