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"Eine CVP-interne Angelegenheit": Katholische Kirche Grellingen

Grellinger Ex-Kirchen-Kassierin zahlte 45'000 Franken zurück

Vorwurf Veruntreuung von rund 400'000 Franken / Katholische Kirchgemeinde Grellingen und CVP Baselland betroffen


Von Peter Knechtli


Die angeklagte ex-Kassierin der katholischen Kirchgemeinde Grellingen, die in die Kasse gegriffen haben soll, hat einen Teilbetrag zurückbezahlt. Zudem gründete sie in der Ostschweiz eine Coaching-Firma.


Dass es in der Kasse der römisch-katholischen Kirchgemeinde von Grellingen zu strafbaren Unregelmässigkeiten kam, wird immer wahrscheinlicher: Laut Informationen von OnlineReports hat die ehemalige Kassierin der Kirchgemeinde einen Betrag von 45'000 Franken zurückbezahlt. Dies bestätigte Dominik Prétôt, der Mediensprecher der römisch-katholischen Kirche Baselland. Laut ihm soll die Rückzahlung erst "vor kurzem" erfolgt sein.

Die CVP schweigt

Die Baselbieter Staatsanwaltschaft, die in diesem Fall eine ambitiöse Zügigkeit vorgelegt hat, erhob im August Anklage wegen Veruntreuung und Urkundenfälschung gegen die Finanzverantwotliche. Die katholische Kirchgemeinde von Grellingen soll dadurch in den Jahren 2017 und 2018 einen Schaden von rund 300'000 Franken erlitten haben.

Um gegen 100'000 Franken geschädigt wurde auch die Baselbieter CVP, in der die Angeklagte ebenfalls für die Finanzen zuständig war. Ob auch der CVP bereits ein Betrag zurückbezahlt wurde, ist offen. Kantonalpräsidentin Silvio Fareri mauerte gegenüber OnlineReports: Es handle sich "hierbei um eine CVP-interne Angelegenheit", die wir "parteiintern kommunizieren".

Nach Bekanntwerden der vermuteten Delikte sagte die damalige Kirchgemeinde-Kassierin zu OnlineReports, bei den Anschuldigungen müsse es sich "um ein Missverständnis handeln". Sie sei sich "keinerlei Verfehlungen bewusst".

Neue Firma in Herisau

Unternehmerisch ist die 47-jährige Betriebsökonomin inzwischen nicht untätig geblieben. Ende Juli gründete sie in Herisau AR die Firma "Manufortis GmbH". Sie und ihr Partner teilen sich in das Kapital von 20'000 Franken. Beide verfügen über Einzelunterschrift. Laut Handelsregister-Eintrag bezweckt die Firma "Personal- und Organisationsentwicklung, Coaching, Mediation, Unternehmensberatung und Consulting".

Über die Gründe des Geldbedarfs herrscht noch keine Klarheit. Die Rede ist von einem Finanzierungs-Deal um das Country- und Westernlokal "Little Nashville" in Liesberg. An dessen GmbH ist die Angeklagte mit 75 Prozent beteiligt und geschäftsführende Gesellschafterin mit Einzelunterschrift. 25 Prozent hält eine weitere Beteiligte, die ebenfalls dem Vorstand der römisch-katholischen Kirchgemeinde angehörte.

7. September 2019

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