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"Es ist mir eine Ehre": Neuer FCB-Trainer Murat Yakin

"Im Fussball überrascht einen nichts mehr"

Blitz-Entscheid: Murat Yakin ist der neue FCB-Trainer – Heiko Vogel wurde heute Morgen fristlos freigestellt


Von Peter Knechtli


Es ging blitzschnell: Mitte letzter Woche kontaktierte der mit Heiko Vogel unzufriedene FC Basel Murat Yakin und am Wochenende waren sich beide Parteien einig. Heute Morgen trennte sich der FCB von Heiko Vogel.


Heute Montagmorgen gegen Mittag hat es Heiko Vogel aus dem Mund von FCB-Präsident Bernhard Heusler erfahren: Er war Trainer des FC Basel. Auf die Gründe der abrupten Trennung wollte Heusler heute Nachmittag an einer Medienkonferenz nicht eingehen. "Die Entwicklung entspricht nicht den Erwartungen"sagte er. Es habe auch "verschiedene Auffassungen darüber gegeben, wie wir auf die Spur zurückkommen, die nötig ist". Die Leistungsentwicklung der Mannschaft habe "mental, sportlich, ergebnismässig keine positive Tendenz erkennen lassen". Der FCB liegt derzeit auf Platz vier – acht Punkte hinter den Grasshoppers.

Es gab "grosse elementare Spannungen"

Die Ablösung Vogels sei "ein schwieriger Moment". Der FCB sei Heiko Vogel "unendlich dankbar dafür, was er gemacht hat". Aber entscheidend sei der Blick in die Zukunft. "Wir stehen alle hinter dem Entscheid und sind heute überzeugt, das Richtige zu machen, indem wir die Zusammenarbeit nicht weiterführen". Es habe seit längerer Zeit "grosse elementare Spannungen" mit Vogel gegeben.

Der erst Mitte vergangener Woche kontaktierte, beim FC Luzern freigestellte neue Trainer Murat Yakin (38) – so lobte Heusler – habe nach Beendigung  seiner Profi-Karriere beim FC Basel einen "vorbildlichen Weg als Trainer eingeschlagen und dort angefangen, wo es auf dem richten Level war". Heusler: "Wir glauben daran, dass Murat Yakin den neuen Zündstoff setzen kann, wenn man das Gefühl hat, dass die Entwicklung in die falsche Richtung geht."

Kein Ultimatum gestellt

Die Trennung von Vogel sei "das Ergebnis einer längerfristigen Analyse und Tendenz, die uns nicht gefallen hat". Der FCB hätte diesen Schritt auch getan, wenn Yakin nicht verfügbar gewesen wäre. Mitte letzter Woche habe die Clubleitung Yakin erstmal "ein Signal gesetzt. Über das Wochenende sind wir zusammengesessen und haben uns geeinigt". Der Vertrag mit dem neuen Cheftrainer ist vorerst bis 30. Juni 2014 befristet.

Wie Heusler weiter sagte, wird ausschliesslich der Trainer ausgewechselt. "Der Staff bleibt beieinander bis auf den Chef." Insbesondere wird Yakin mit den bisherigen Assistenten Marco Walker, Markus Hoffmann und Torhütertrainer Massimo Colomba weiterarbeiten. Auf die Frage, wie Vogel auf die Eröffnung seiner Entlassung reagiert habe, sagte Heusler: "Natürlich war er sicherlich überrascht. Wir haben ihm kein Ultimatum gesetzt."

Mit dem FC Luzern, der Murat Yakin freigestellt hatte, habe der Vertrag faktisch beendet werden müssen. An den früheren FCB-Abwehrchef stelle der Club die Erwartung, dass er gut ausgebildeten jungen Spielern hilft, "den letzten Schritt zu machen".

Morgen erstes Training mit Yakin

Murat Yakin zeigte offensichtliche Freude an seiner Berufung. Es sei ihm eine Ehre, diese Funktion anzutreten. "Ich weiss sehr wohl, mit welcher Verantwortung ich diese Stelle annehme. Ich freue mich auf diese Aufgabe. Ich bin erfolgsorientiert." Schon morgen Dienstag um zehn Uhr findet das erste Training unter Yakin statt.

Dass der FCB kommenden Sonntag ausgerechnet auf den FC Luzern trifft, sei "sehr speziell" und bedeute für ihn eine "spezielle Motivation". Aber "am Schluss sind es die Spieler, die die drei Punkte holen müssen". Murat Yakin, von der Clubleitung als "einer der besten Taktiker des Landes" gelobt, sagte, er sei über die Wahl zum FCB-Trainer "nicht überrascht" gewesen: "Im Fussball überrascht einem nichts mehr."

In ersten Reaktionen zeigten sich die Stammspieler Alex Frei und Marco Strelller "überrascht" und "traurig" über die abrupte Trennung von Heiko Vogel.

15. Oktober 2012

Weiterführende Links:


Murat Yakin: Die Koordinaten


Name: Murat Yakin
Geburtsdatum: 15. September 1974
Geburtsort: Basel
Nationalität: Schweizer
Erlernter Beruf: Fussballer, Fussballlehrer, UEFA Pro Lizenz
Aufgabe beim FCB: Cheftrainer  ab 16. Oktober 2012

Laufbahn als Spieler:
Bis 1992: FC Concordia Basel
1992-1997: Grasshopper Club Zürich
1997-1998: VfB Stuttgart
1998-1999: Fenerbahçe Istanbul
1999-2000: FC Basel 1893
1999-2000: Fenerbahçe Istanbul
2000-2001: FC Basel 1893
2000-2001: 1. FC Kaiserslautern
2001-2006: FC Basel 1893

1994-2004: 49 A-Länderspiele Schweiz

Laufbahn als Trainer:
2006-2007: FC Concordia Basel
2007-2009: Grasshopper Club (Nachwuchs)
2009-2011: FC Thun
2011-20.08.2012: FC Luzern


 Ihre Meinung zu diesem Artikel
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"Der Sport-Chef gehört entlassen!"

Arroganter FCB-Vorstand! Herr Vogel hat nen super Job gemacht, man kann nicht Shaqiri, Xaka und Abraham abgeben, nix gescheites kaufen und verlangen, dass die Mannschaft auf gleichem Niveau wie zuvor spielt! Der Sport-Chef gehört entlassen! Dann wäre auch noch ein Job für den jüngeren der Yakin-Brüder frei. Der FCB macht sich selbst kaputt!


Raphael Graf, Itingen



"Schaler Nachgeschmack"

Dass Heiko Vogel in die Wüste geschickt wurde, lässt einen schalen Geschmack aufkommen. Nicht einmal unbedingt die Entlassung als solche. Aber der Zeitpunkt ist doch – gelinde gesagt – unerwartet. Es war Rainer Maria Salzgeber (SRDRS), der mich darauf «gelupft» hat: War Vogel wohl nur ein "Trainer auf Zeit", ein Notnagel? Fest steht: Bernhard Heusler hätte Murat Yakin ja gerne bereits nach dem auch nicht gerade eleganten Abgang von Thorsten Fink ins "Joggeli" geholt. Jetzt ist er hier. Heuslers Wunschkandidat ist also am Rheinknie gelandet; der Vogel kann fliegen ... Muss nicht so sein, aber der Eindruck besteht.

 

Und wenn ich schon mal beim Thema "schaler Nachgeschmack" bin: Auch der Abgang Christian Gross war keine Glanzleistung, ebenso wenig wie jener eines gewissen Massimo Ceccaroni (wobei letzterer nun wirklich nicht mit den gegenwärtigen Abläufen in Verbindung gebracht werden kann...).


Markus Christen, Basel


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"... oder man sucht Nebenflüsse, auf denen man noch fahren kann, wie die Donau oder auf der Mosel"

Regionaljournal Basel
Basler Schifffahrts-Sprecher
André Auderset
am 22. Oktober 2018
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Aus Urkleinbasler Optik ist die Donau als Nebenfluss des Rheins durchaus denkbar.

RückSpiegel


Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Der Basler Zeitung fiel in einem Leserbrief in OnlineReports auf, dass der frühere Baselbieter Polizeisprecher auf der SVP-Liste für den Landrat kandidiert.

Telebasel, nau.ch und 20 Minuten bezogen sich in ihren Beiträgen über Sachbeschädigungen gegen die Jüdische Genossenschafts-Metzgerei auf OnlineReports.

Im Interview mit Claudia Sigel geht die Basler Zeitung auf eine Aussage der Baselbieter CVP-Präsidentin Brigitte Müller in einem OnlineReports-Interview ein.

In ihrem Bericht über das Ja der Wettbewerbs-Kommission zur Übernahme der "Basler Zeitung" durch Tamedia erwähnt die NZZ auch OnlineReports.

Die BZ Basel, Telebasel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-Nachricht vom Tod der FCB-Legende Peter Ramseier auf.

Prime News geht in ihrem Überblick über die Perspektiven des Medienplatzes Basel auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

persoenlich.com erwähnte OnlineReports und seine frühere Praktikantin Valerie Zaslawsky im Zusammenhang mit ihrem Weggang bei der NZZ und ihrem Umzug nach Berlin, wo sie als Freie Journalistin arbeitet.

In seinem Artikel über medienpolitische Entscheide der Wettbewerbskommission erwähnt Rainer Stadler in der NZZ auch OnlineReports.

Roland Stark, Kolumnist der Basler Zeitung, nahm in seinem Text über Meinungsvielfalt auf OnlineReports Bezug.

In der Meldung über das neue Basler Nachrichten-Portal "Prime News" bezogen sich die BZ Basel, Nachrichtenagentur SDA und das Branchenmagazin Persönlich auf OnlineReports.

Das SRF-Regionaljournal bezog sich in seiner Meldung über die Selbst-Vergiftung des Basler Museumsdirektors Michael Kessler auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-News über den Streit der Basler SVP mit ihrem Grossrat Patrick Hafner über Ausstände bei den Mandatabgaben auf.

Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Der frühere Baselbieter SP-Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli übernahm an der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins Universität Basel von Jean-Luc Nordmann das Präsidium.

• In weniger als sieben Wochen sammelte das parteiunabhängige Komitee "Kein Parkhaus unter dem Tschudi-Park" mehr als 3500 Unterschrift'en für seine Petition.

• Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal für das Jahr 2019 einen Teuerungsausgleich von 1,4 Prozent auszurichten.

Elena Hermann wird neue Leiterin der Staatlichen Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten Basel-Stadt und löst Ernst Jost ab, der per Ende Jahr in Pension gehen wird.

• Das Basler Komitee gegen die kantonale Vorlage zur "Steuervorlage 17", das sich aus linken Parteien und Gewerkschaften rekrutiert, hat 3'300 Unterschriften für das Referendum gesammelt.

Andreas Häner, von 2009 bis 2015 schon Vorstandsmitglied, wird neuer Geschäftsführer des Basler Heimatschutzes und damit Nachfolger von Paul Dilitz, der nach elfjähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.

Daniel Roth (61) wird im Baselbiet neuer Leiter des Rechtsdienstes von Regierung und Landrat, als Nachfolger von Hans Jakob Speich, der sich vorzeitig pensionieren lässt.

Irene Heinimann wird neue Baselbieter Kantonsapothekerin und folgt als bisherige Stellvertreterin auf Hans-Martin Grünig, der Ende Dezember in Pension geht.

• Vertiefte Kostenkontrollen zum Umbau der Kunsteisbahn Sissach zur geschlossenen Halle zeigen, dass der Bau bis zu zehn Prozent teurer wird als vorgesehen.

• Der Baselbieter alt Landratspräsident Jürg Degen und der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter sind von "Pro Bahn Schweiz" für ihr Engagement zur Erhaltung des "Läufelfingerlis" mit dem Preis "Premio Pro Spez 2018" ausgezeichnet worden.

Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

• Aufgrund einer umfassenden Kontrolle der Stadtgärtnerei müssen im Kanton Basel-Stadt 229 Bäume zum grössten Teil aus Sicherheitsgründen gefällt und ersetzt werden; die Liste der betroffenen Bäume wird im Kantonsblatt vom 10. Oktober publiziert.

Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel, ist durch den Universitätsrat für weitere vier Jahre bestätigt worden.

• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.

Liestal hat den Bruttokredit in der Höhe von 4,96 Millionen Franken für den Bau der städtischen Velostation und den Bau der erhöhten Velospur in der Unterführung der Oristalstrasse mit 2'386 Ja-Stimmen gegen 732 Nein-Stimmen sehr deutlich angenommen.

• Der 33-jährige FCB-Mittelfeldspieler Geoffroy Serey Die hat den bis zum 30. Juni 2019 laufenden Vertrag vorzeitig um ein weiteres Jahr verlängert.

• Der 41-jährige Betriebsökonom Daniel Arni, derzeit noch Leiter der Fachstelle Messen und Märkte im Präsidialdepartement, wird ab Dezember neuer Leiter der Basler Allmendverwaltung und Nachfolger von Niklaus Hofmann.

• Die Elektra Baselland (EBL) senkt auch im Jahr 2019 wieder ihre Strompreise, diesmal um 3,1 Prozent.