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"Kein Zebrastreifen wäre sicherer": Unfall-Ort im St. Johann-Quartier

Der Fussgänger-Unsicherheitsstreifen beim "Alten Zoll"

Vor zwei Wochen geriet eine Fussgängerin unter einen Sattelschlepper / Noch immer ist der Zebrastreifen brandgefährlich


Von Peter Knechtli


An der Kreuzung Hüningerstrasse/Elsässerstrasse im Basler St. Johann-Quartier lauert der Tod: Seit der Verkehr umgeleitet wird, bietet der Fussgängerstreifen beim Restaurant "Alter Zoll" mehr Gefahr als Schutz für die schwächsten Verkehrsteilnehmenden.


Es geschah an einem Freitagnachmittag Mitte Juni: Eine jüngere Frau will an der Kreuzung Elsässerstrasse / Hüningerstrasse - unmittelbar beim Eingang zum Restaurant "Alter Zoll" die Hüningerstrasse überqueren, als sie von einem Sattelschlepper erfasst und unter dem tonnenschweren Gefährt eingeklemmt wird. Sie überlebt den Horror-Unfall, muss aber mit schweren Verletzungen ins Spital eingeliefert werden.

Sattelschlepper und Fussgänger haben "grün"

Dass es an dieser Stelle zu solchen Unfällen kommen kann, verwundert nicht. Seit die Elsässerstrasse aus baulichen Gründen vor einigen Wochen für den Verkehr gesperrt wurde, müssen die stadteinwärts fahrenden Fahrzeug-Kolonnen rechts in die relativ schmale Hüningerstrasse einbiegen. Noch im Bereich des Abbiegekreises befindet sich der Fussgängerstreifen. Zahlreich passieren Lastwagen und Sattelschlepper diese Stelle. Fatal: Die Signalanlage ist nach Beobachtungen von OnlineReports so eingestellt, dass bei gewissen Kombinationen sowohl abbiegende Fahrzeuge wie Fussgänger grünes Licht haben.

Wie es sich beim schweren Unfall vor zwei Wochen verhielt, konnte OnlineReports bisher nicht rekonstruieren. Tatsache aber ist: Bewohner, die sich häufig im Bereich der Unsicherheits-Kreuzung bewegen schütteln den Kopf: "Keine Ampel wäre sicherer", sagte eine mit der Situation vertraute Quelle gegenüber OnlineReports, oder dann, so ein anderer Kritiker, "müssten die Lastwagen klar 'rot' haben wenn die Fussgänger 'grün' haben."

Gefahren-Zone ist auch Kindergarten-Weg

Sie halten das gegenwärtige Verkehrs-Regime für brandgefährlich: Zahlreiche Fussgängerinnen und Fussgänger benützten täglich die Gefahren-Zone, darunter auch Kinder auf ihrem Weg zum Kindergarten. Immer wieder komme es vor, dass Fahrzeuge "brüsk bremsen müssen" oder dass Lenker "die Fussgänger anhupen", wenn diese bei "Grün" den Zebrastreifen benützen. Erschwerend komme hinzu, dass die Fahrspuren im prekären Bereich schmal sind: Chauffeure, die sich bis zur Sperrung gewohnt waren, geradeaus zu fahren, müssten sich jetzt auf den Abbiegebereich konzentrieren und missachteten möglicherweise das gegenüber liegende orange blinkende Signal, das querenden Fussgängerverkehr markiert.

Vom Basler Sicherheitsdeparement waren kurzfristig keine substanziellen Informationen erhältlich. "Wie die Anlage dort eingestellt ist, weiss ich nicht", sagte Romeo Di Nucci von der Verkehrsabteilung gegenüber OnlineReports. Falls Anwohner eine Änderung beantragen wollten, müssten sie sich an das Ressort Verkehrssteuerung des Sicherheitsdepartements wenden.

Laut André Frauchiger, Sprecher des Basler Tiefbauamtes, ist die Elsässerstrasse noch mehrere Monate gesperrt. Ende August soll sie für den motorisierten Verkehr wieder geöffnet werden.

Weitere Informationen des Sicherheitsdepartemts werden nachgeliefert, wenn sie vorliegen.

27. Juni 2008


Doppel-Grün: Vortritt für Fussgänger

Die Signalisierung der Ampelanlage beim "Alten Zoll" ist nicht aussergewöhnlich und formell korrekt, aber unter diesen spezifischen Umständen problematisch. Haben Fussgänger und motorisierter Verkehr gleichzeitig "grün", hat der motorisierte Verkehr den Fussgängern Vortritt zu gewähren, wie die Signalisationsverordnung festhält:

Art. 68

2 Grünes Licht gibt den Verkehr frei. Abbiegende Fahrzeuge müssen dem Gegenverkehr und den Fussgängern oder Benützern von fahrzeugähnlichen Geräten auf der Querstrasse den Vortritt lassen.

3 Grüne Pfeile gestatten den Verkehr in der angezeigten Richtung. Blinkt daneben gleichzeitig ein gelbes Licht, müssen abbiegende Fahrzeuge dem Gegenverkehr und den Fussgängern oder Benützern von fahrzeugähnlichen Geräten auf der Querstrasse den Vortritt lassen.


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In einem Satz


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Zeal & Ardor (Black Metal/Gospel, Basel.

• Weil sich FDP und SVP nicht auf eine gemeinsame Kandidatur für die Ersatzwahl in den Stadtrat von Liestal einigen konnten und "alle offiziell Kandidierenden wählbar" sind, verzichtet die CVP auf eine Wahlempfehlung.

• Die Wettbewerbs-Kommission hat entschieden, den geplanten Zusammenschluss zwischen dem Universitätsspital Basel und dem Kantonsspital Baselland ohne Auflagen zu genehmigen.

Endress+Hauser übernimmt die deutsche IMKO Micromodultechnik GmbH mit Sitz in Ettlingen, einen Hersteller innovativer Systeme zur Feuchtemessung, und beschäftigt die 19 Mitarbeitenden weiter.

• Verhaftet wurde ein 25-jähriger Spanier, der dringend verdächtigt wird, am 10. September eine Frau im Basler Erlenmattquartier vergewaltigt zu haben.

• Bei der Einreise von Frankreich nach Basel wurde ein etwa 50-jähriger Bulgare erwischt, der 800 Gramm Kokain mit sich führte.

• Die 57-jährige Juristin und frühere Leiterin der Basler Sozialhilfe Nicole Wagner wird Mitglied der Stiftung Habitat, wo sie die zurücktretende Beatrice Oeri ersetzt. 

• Nachdem im Baselbiet die Initiative zum Ausbau des Hochleistungsstrassennetzes rechtsgültig zustande gekommen ist, hat sich das Initiativekomitee aufgrund der laufenden Arbeiten zu einem allfälligen Gegenvorschlag mit einer Unterbrechung der Behandlungsfrist bis maximal 30. September 2019 einverstanden erklärt.

• Die Baselbieter Apotheken dürfen neu – mit Auflagen – nicht nur Grippe-Impfungen, sondern auch weitere Impfungen und Folge-Impfungen durchführen.

• Ab 9. September ist die Umfahrung Liestal im Bereich des Ergolzviadukts wieder ohne Einschränkungen befahrbar.

• Der Kanton Basel-Stadt rechnet für das Jahr 2018 mit einem Budgetüberschuss von 138 Millionen Franken.

Gottlieb Keller, Mitglied der Konzernleitung und Chefjustitiar der Hoffmann-La Roche, hat in der Deutschen Botschaft in Bern das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten.

• Die Fraktion "Grünes Bündnis" des Bürgergemeinderats Basel nominierte Brigitta Gerber einstimmig für das Amt als Bürgerrätin.

• Den städtebaulichen Wettbewerb zur Bebauung des Felix Platter-Areals in Basel hat das Team Enzmann Fischer Partner AG / Lorenz Eugster Landschaftsarchitektur und Städtebau GmbH gewonnen.

• Die Gemeinderäte der direkt betroffenen Gemeinden des Leimentals – von Binningen bis Burg – befürworten übereinstimmend den Bau der Tramlinie 17 über den Margarethenstich, da diese einen "klaren Mehrwert" darstelle.

Monique Juillerat, bisher als Mitglied der Geschäftsleitung von "familea" für die externe und interne Kommunikation verantwortlich, wird ab 1. September neue Kommunikations-Verantwortliche der Baselbieter Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion.

• Der Kanton Baselland verkauft das "Chuenimatt-Areal" der Bricks Group AG zur Realisierung des Konzeptes "Tri-innova", das eine schrittweise Entwicklung von unterschiedlich grossen Flächen für Dienstleistungs-, Labor-, Produktionsnutzungen sowie Co-working vorsieht.

Spitex Muttenz schliesst die Pflegewohnung Seminarstrasse per 30. November dieses Jahres.

• Die Schweizerischen Rheinhäfen (SRH) verkaufen ihren Anteil an der Rheinhafen-Gesellschaft Weil am Rhein an die Stadt Weil am Rhein.

• Das Rote Kreuz Basel eröffnet am 11. August einen neuen Secondhand-Kleiderladen im Kleinbasel, konkret: am Claraplatz.

• Der 47-jährige Ökonom Michael Harr, verheiratet und Vater zweier Kinder, übernimmt ab 1. August die Geschäftsleitung der Pro Senectute beider Basel.

• Die Basler Regierung legte die Abgeltung der Staatsgarantie durch die Basler Kantonalbank (BKB) für die Jahre 2017 bis 2020 auf jährlich 8,8 Millionen Franken fest.

• Mit Datum vom 1. Juli wird die Kunstkommission für das Kunstmuseum Basel vom Rechts-Professor Felix Uhlmann präsidiert, der den langjährigen Vorsitzenden Peter Mosimann ablöst.

• Die Basler Regierung hat der Bau- und Finanzgesellschaft Zum Greifen AG den Zuschlag für Bau und den Betrieb eines neuen Quartierparkings unter dem Landhof-Areal erteilt.

• Die von der UNICEF erst kürzlich rezertifizierte "kinderfreundliche Gemeinde" Riehen gibt ihr Wissen an 40 Bürgermeister aus Südkorea weiter, die die Basler Landgemeinde besuchen.

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• Die kantonale Volksinitiative "Recht auf Wohnen" wurde mit bisher 3'188 gültigen Stimmen der Basler Staatskanzlei überreicht.

• Der Therwiler Gemeindepräsident Reto Wolf löst kommenden September Elisabeth Schneider-Schneiter im Präsidium der "Starken Region Basel/Nordwestschweiz" ab.

Dominik Prétôt, der frühere CEO von Telebasel, wird per 1. Januar 2018 mit einem 50 Prozent-Pensum neuer Informations-Beauftragter der Römisch-katholischen Landeskirche Baselland.