Corina Christen: "Und übrigens ..."

<< [ 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | (...) | 38 ] >>

Sudokumania – trotz Mühe mit Zahlen

Ich bin eine bekennende "Sudokumanin". Und dies obwohl ich mich schon seit je her im Reich der Buchstaben viel wohler fühle als in jenem der Zahlen. Das war von Kind auf so. Schon in der "Primeli" war ich bei den Besten im Lesen und Schreiben und bei den Schlusslichtern, wenn es ums Rechnen ging.

Probleme hatte ich damit keine. Mein Sackgeld war damals ohnehin so bescheiden bemessen, dass ich bestenfalls im zweistelligen Frankenbereich rechnen können musste, damit es bis Ende Monat reichte. Und wenn nicht, dann hatte ich auch noch die Grosseltern, mit deren Dackel "Lumpi" ich liebend gerne spazieren ging, und in deren Garten ich, wenn auch mit etwas weniger Begeisterung, Unkraut jätete, und welchen ich beim Einkaufen half, die schweren Taschen (solche mit Rollen gab es damals noch nicht) nach Hause zu tragen.

Dies alles – ich gestehe es – nicht nur aus Nächstenliebe, sondern auch in der Hoffnung dass dabei etwas für "ins Kässeli" herausschaute. Am liebsten war mir etwas, das nicht schepperte beim Einwerfen, sondern knisterte.


"Ich spannte unseren Mathelehrer als
vermeintlichen 'Postillon d'amour' ein."



Später, am "Gimmi" gaben sich die Mathelehrer alle erdenkliche Mühe, mir wenigstens die fundamentalsten mathematischen Kenntnisse einzutrichtern. Und notabene nicht nur mir, ich war mit meinen mathematischen Defiziten in meiner Klasse in bester Gesellschaft.

Wir hatten zum Glück ein paar wenige, die in Mathe glänzten. Und ich gestehe – besser spät als nie –, dass ich unseren Mathelehrer ohne dessen Wissen auch als vermeintlichen "Postillon d'amour" einspannte. Er unterrichtete nämlich auch an einem Gymnasium für Knaben, am damaligen Mathematisch-naturwissenschaftlichen Gymnasium. Mit einem seiner dortigen Schüler war ich befreundet, und wir fanden bald einmal heraus, dass er in seiner Klasse die selben "Schriftlichen" machte wie in meiner, und tauschten darum die richtigen Antworten untereinander aus.

Das in unserer Klasse grassierende Desinteresse an "Mathe" lag nicht zuletzt daran, dass wir sehr oft Aushilfslehrer hatten, meist Studenten, mit denen wir mehr über Gott und die Welt diskutierten als über Sinus und Cosimus, Algebra und Trigonometrie. Entsprechend schlecht waren die Zeugnisnoten.

Bei der Maturprüfung konnte ich zum Glück das "Ungenügend" in "Mathe" mit guten bis sehr guten Noten in den sprachlichen Fächern Latein, Englisch, Französisch und Italienisch wettmachen.

Und natürlich im Fach "Deutsch", in dem meine Aufsätze nicht selten als" Musterbeispiel" vor der ganzen Klasse vorgelesen wurden, was mein Minderwertigkeitsgefühl wegen der ungenügend bis schlechten Noten in Mathematik und Physik zum Glück wettmachte und mich mit Streicheleinheiten eindeckte, die meinem Selbstbewusstsein Auftrieb gaben.

Es war bei dieser Ausgangslage also naheliegend, dass ich mich beim Auswählen der Studienrichtung nicht für die naturwissenschaftliche Richtung mit Mathematik, Physik und Chemie, damals "Phil 2" genannt, entschied sondern für die sprachlich orientierte Abteilung "Phil 1", wo Deutsch, Geschichte und die Fremdsprachen Französisch, Englisch und Italienisch im Zentrum standen, und darüber hinaus aber auch, als Freifach, Lateinisch im Angebot war.

Von letzterem machte ich, unter Aufopferung von Freistunden, Gebrauch, was mir dann aber schon bald in den Fächern Französisch und Italienisch zugute kam, und von dem ich heute noch profitiere, wenn es zum Beispiel um medizinische oder juristische Fachausdrücke geht, oder um lateinische Zitate in der Literatur.
Und jetzt, schon im Pensions-Alter, komme ich punkto Zahlen auf den Geschmack.

Sudoku sei Dank!

9. November 2015
 Ihre Meinung zu dieser Kolumne
(Mails ohne kompletten Absender werden nicht bearbeitet)
Corina Christen, geboren 1946, war schon während ihres Studiums journalistisch tätig – für die "Basler Nachrichten", für "B wie Basel" und später für die "Basler Zeitung", dort vor allem als Gerichtsberichterstatterin. Zur Erholung von den "Mord- und Totschlag-Fällen", die sie im Gerichtssaal verfolgen musste, verfasste sie jahrelang die wöchentliche Rubrik "Angerichtet" über kleinere Fälle, wo es um alltägliche Streitereien ging. 33 Jahre lang war Corina Christen mit ihrem Mann an der Fasnacht als Schnitzelbänklerin unterwegs (25 Jahre als "d Pfäfferschoote" und 8 Jahre als "Schuuflebuur"). 1999 wurde sie, als erste Frau, ins Fasnachts-Comité gewählt. Sie lebt in Langenbruck und im Basler St. Johanns-Quartier und ist auch musikalisch aktiv. Als Fagottistin spielt sie in verschiedenen Orchestern und Kammermusikformationen mit.

c.w.christen@vtxmail.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
fileadmin/templates/pics/echo.gif

"Eher eine Sache der Logik"

Mir ist nicht ganz klar, was Sudoku mit Mathe zu tun hat; nach meiner Meinung noch nicht mal etwas mit dem kleinen Einmaleins. Das Ganze ist doch eher eine Sache der Logik.


Hanspeter Berger, Basel



"Wir ergehen uns nicht in Selbstlob"

Nein, Herr Fricker, ein Wichtigtuer sind Sie nicht; ich glaube, dass Sie sogar der “Mathemagier” sind, den ich SEHR verehre. Auch ich bin nicht doppelbegabt – wie Sie –, sondern – wie Corina Christen – einseitig. Auch meine Fächer waren die Sprachen und mit deren Noten polierte ich die anderen Fächer auf.

Nein, wir ergehen uns nicht in Selbstlob, sondern sind erstaunt darüber, dass wir es TROTZ einseitiger Begabung geschafft haben, die Prüfungen zu bestehen.

Im Gegensatz zu Frau Christen bin ich sogar zu blöd für Sudokus...


Rosemarie Mächler, Aesch



"Beste Maturnoten"

Leider immer wieder auch in besten Kreisen das Selbstlob, man sei in der Mathematik schlecht gewesen. Dieselben Leute würden sich wohl kaum mit mangelnden Kentnissen in einer Sprache brüsten. Auf die Gefahr hin, als Wichtigtuer dazustehen, ich hatte sowohl in der Mathematik als auch im Deutsch die besten Maturnoten.


François Fricker, Basel


www.onlinereports.ch
© Das Copyright sämtlicher auf dem Portal www.onlinereports.ch enthaltenen multimedialer Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) liegt bei der OnlineReports GmbH sowie bei den Autorinnen und Autoren. Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck und Veröffentlichungen jeder Art nur gegen Honorar und mit schriftlichem Einverständnis der Redaktion von OnlineReports.ch.

Die Redaktion bedingt hiermit jegliche Verantwortung und Haftung für Werbe-Banner oder andere Beiträge von Dritten oder einzelnen Autoren ab, die eigenen Beiträge, wenn auch mit Zustimmung der Redaktion, auf der Plattform von OnlineReports publizieren. OnlineReports bemüht sich nach bestem Wissen und Gewissen darum, Urheber- und andere Rechte von Dritten durch ihre Publikationen nicht zu verletzen. Wer dennoch eine Verletzung derartiger Rechte auf OnlineReports feststellt, wird gebeten, die Redaktion umgehend zu informieren, damit die beanstandeten Inhalte unverzüglich entfernt werden können.

 

fileadmin/templates/pics/gelesen.gif
"Personenwagen entfernt sich nach Kollision mit Velo von der Unfallstelle"

Polizei Basel-Landschaft
Titel einer Medienmitteilung
vom 28. Mai 2019
fileadmin/templates/pics/gelesen.gif

In solchen Fällen schalten die PWs den Flucht-Autopiloten ein.

RückSpiegel


Die Basler Zeitung bezog sich in ihren Artikel über den Baselbieter Fremdsprachen-Streit auf OnlineReports.

In ihrem Bericht über die BVB-Tramblockade an der "Bankverein"-Kreuzung nahm die BZ Basel auf OnlineReports Bezug.

Die Basler Zeitung und das SRF-Regionaljournal bezogen sich in ihren Berichten über das Urteil gegen den Rheinufer-Todesschläger auf OnlineReports. 

Die Basler Zeitung äusserte sich in einer Gerichtsberichterstattung über einen "Sexverbrecher" (so die BaZ) kritisch über OnlineReports.

Telebasel und die Basler Zeitung bezogen sich in ihren Berichten über das Bordell in der Schillerstrasse auf einen OnlineReports-Bericht.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung, 20 Minuten, die Nachrichtenagentur SDA, das SRF-Regionaljournal und die Badische Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Unfall an der Parking-Baustelle beim Kunstmuseum auf.

Die OnlineReports-Recherche über die Zukunft des Basler "Viertel-Kreis" wurde von der Gundeldinger Zeitung aufgenommen.

Die Nachrichtenagentur SDA nahm die OnlineReports-News über die Berufung im Fall des pädophilen Sekundarlehrers auf.

Die OnlineReports-Nachricht des Todes von Hannes Bertschi wurde von der Basler Zeitung, für die der Verstorbene auch gearbeitet hat, aufgenommen.

Die BZ Basel, Telebasel, das Regionaljournal, die SDA und die Basler Zeitung zogen die OnlineReports-Recherche über den Verzicht auf den Bau eines Forschungszentrums beim Basler Augenspital nach.

Telebasel, das Regionaljournal, die Basler Zeitung und die BZ Basel nahmen den OnlineReports-Primeur über die Massenkündigung von Mietern der Hochhäuser am Basler Schorenweg auf.

In einer Buchbesprechung über LSD zitierte die Basler Zeitung aus einem OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2006.

La Liberté zitiert in einer Vorschau Peter Knechtli zur geplanten Fusion der öffentlichen Spitäler in der Region Basel.

In ihrem Bericht über den Verkauf der "Winkler Livecom" durch die MCH Group zitiert die Basler Zeitung einen OnlineReports-Bericht aus dem Jahr 2007.

In ihrer Analyse über die Zukunft der Basler Medienlandschaft ging die BZ Basel auch auf OnlineReports ein.

Die BZ Basel schrieb OnlineReports eine Meldung über eine Baselbieter Richter-Karriere ab.

Die Basler Zeitung und Telebasel griffen die OnlineReports-Recherche über die aggressive Mietzins-Erhöhung der Schweizerischen Rheinhäfen gegenüber dem privaten Sportboot-Hafen auf.

Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Am 21. Juni fand der Spatenstich für den Neubau des Schweizerischen Tropen- und Public Health-Instituts) im BaseLink-Areal in Allschwil statt.

• Die Generalversammlung der "SVP Frauen Basel-Stadt" wählte Gianna Hablützel-Bürki einstimmig zur neuen Präsidentin.

• Nach elfjähriger Tätigkeit als Bürgerrätin der Basler Bürgergemeinde tritt die Juristin Gabriella Matefi auf Ende Jahr zurück.

• Die Nationalratsliste der Jungen LDP: Benjamin Grob, Emélie Dunn, Benjamin von Falkenstein, Adrienne Strahm und Michael Hug.

• Der frühere BVB-Kommunikations-Chef Stephan Appenzeller tritt die Nachfolge von Stephan Maurer als Präsident der IGöV Nordwestschweiz an.

• Die Nationalrats-Kandidierenden der EVP Baselland: Elisabeth Augstburger, Liestal; Sara Fritz, Birsfelden; Martin Geiser, Gelterkinden; Andrea Heger, Hölstein; Werner Hotz, Allschwil; Lukas Keller, Bottmingen

• Die Stadt Weil am Rhein und der Kanton Basel-Stadt veranstalten gemeinsam einen städtebaulichen Studienauftrag für das Areal Otterbach Süd in Weil am Rhein, das sich im Eigentum der Einwohnergemeinde der Stadt Basel befindet.

• Der SP-Vizepräsident Mustafa Atici tritt Ende Mai aus dem Grossen Rat zurück und nach damit seiner Nachfolgerin Michela Seggiani Platz.

• Die Wintersingerin Nicole Roth wird neue Präsidentin der Jungen SVP Baselland (JSVP BL).

Anna Holm wird Präsidentin der Juso Baselland, Jasmine Bosshard und Noam Schaulin firmieren als Vizepräsidium.

• Der Arzt, Uni-Dozent, LDP-Grossrat, Meister E.E. Zunft zum Goldenen Stern und Aktivfasnächtler Raoul Furlano ist neuer Obersperber des Basler Sperber-Kollegiums.

• Eine Baselbieter Rentnerin übergab einem "falschen Polizisten" Schmuck im Wert von mehreren 10'000 Franken.

• Bei einem budgetierten Gewinn von 3 Millionen Franken schloss die Baselbieter Staatsrechnung mit einem Überschuss von 56 Millionen Franken.

• Die "Starke Schule Baselland" hat den Rückzug der Initiative "Niveaugetrennter Unterricht in Promotionsfächern" bekanntgegeben.

• Ein Referendums-Komitee hat am 30. März 5’000 Unterschriften für das Referendum gegen die "Lautsprecher-Beschallung" in Basel der Staatskanzlei übergeben.

• Die Rechnung 2018 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 283 Millionen Franken ab und liegt damit um 150 Millionen Franken über dem Budget.

• Die Universität Basel vergibt den Auftrag zur Realisierung des Ersatzneubaus Departement Biomedizin an das Basler Architekturbüro Burckhardt+Partner.

• Der Ständerat hat am 7. März einstimmig die Aufnahme der Projektierungskosten für die Durchmesserstrecke Herzstück in den Bahnausbauschritt 2035 beschlossen.

Michael Wilke wird neuer Leiter der Fachstelle Diversität und Integration in der Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt und Nachfolger von Andreas Räss, der neuer Leiter des Baselbieter Amts für Migration und Bürgerrechte wird.

• Die Einführung von Mitarbeitergesprächen und einer leistungsabhängigen Lohnentwicklung bei den Baselbieter Kantonsangestellten führt dazu, dass die "Liga der Baselbieter Steuerzahler" ihre Verfassungsinitiative "Für eine vernünftige staatliche Personalpolitik" zurückzieht.

• Die Basler Regierung spricht sich im Rahmen der Konsultation zum Entwurf des institutionellen Abkommens Schweiz-EU für eine Unterstützung des vorliegenden Abkommens aus.

• Die Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) haben mit fast 128 Millionen Fahrgästen letztes Jahr 2,2 Prozent weniger Fahrgäste befördert – dies vor allem wegen Gleiserneuerungs-Arbeiten.

• Das von SVP- und FDP-Kreisen getragene Komitee gegen das vom Grossen Rat beschlossene Neubauprojekt "Naturhistorisches Museum / Staatsarchiv" hat fristgerecht das Referendum mit über 2'700 Unterschriften eingereicht.

• Das Basler Tiefbauamt erteilt Gabriel Pellicanò und Alfredo Ogi den Zuschlag für den Betrieb des Gastro-Kiosks "Hamburgeria Pellicano" an der Feldbergstrasse, der ab Frühjahr in Betrieb gehen soll.

• Mit 18'000 Besuchenden, davon 14'000 Kindern und Jugendlichen und über 300 Schulklassen verzeichnet die "tunBasel" einen Besucherrekord, der sogar das Spitzenjahr 2017 übertraf.

• Die Juso Basel-Stadt haben ihre Nationalrats-Bewerbenden nominiert: Seyran Dilekci (20), Nicolas Eichenberger (28), Livia Kläui (21), Nino Russano (18) und Lucas Wirz (29).

Jochen Kirsch wird neuer Direktor der "Mission 21" und somit Nachfolger von Claudia Bandixen, die Ende August in Pension geht.

• Die Grünliberalen Frauen Schweiz haben die bisherige Vizepräsidentin, die Oberwilerin Tanja Haller, zu ihrer neuen Präsidentin gewählt.