Corina Christen: "Und übrigens ..."

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Leny Bider – im Schatten des berühmten Bruders

Das Wort "Langenbruck" löste bei mir als Kind jeweils schöne Einnerungen an meine ersten Versuche im Skifahren aus: Immer schön hinter dem Vater her, in "Schneepflughaltung" und wenn ich nach rechts wollte den linken Ski belastend, und wenn nach links den rechten. Und nartürlich die obligate "heissi Schoggi" im "Erika".

Ganz anders war das bei meinem sieben Jahre älteren Bruder. "Was, in Langenbruck" fragte er entsetzt, als ich ihm ihm eröffnete, dass wir dort ein Chalet kaufen würden. Auf die Frage, was er gegen Langenbruck habe, verzog er das Gesicht: Restensuppe und Liigi, das waren seine Kindheitserinnerungen an Langenbruck. Er war nämlich als Kind dort zur Kur untergebracht worden, wegen Blauhusten und "allgemein ein wenig schwächelnd".

"Liigi" sagte er und "Milchryys mit suure Pfluume". Und Fräulein Lisa, die Aufseherin, die ihn tadelte, wenn er nicht aufgegessen hatte, und in die Liigi, das heisst den Mittagsschlaf schickte, den sie überwachte wie Fräulein Rottenmeier das Heidi. Inzwischen hat er das Trauma überwunden, er besucht mich jedenfalls regelmässig in meinem Chalet.

In dieser Gemeinde lebte im Schatten ihres berühmten Bruders eine interessante Frau, der im Hotel "Erika" jetzt eine kleine Ausstellung* gewidmet ist: Am 8. November 1894 kommt, als jüngstes von drei Kindern, Julie Helene Bider, genannt "Leny" auf die Welt. Ihr Vater, von Beruf Tuchhändler, ist Leiter des lokalen Verkehrsbüros. Ihre Mutter stirbt, als Leny 13-jährig ist, an Krebs. Dieser frühe Verlust scheint Leny sehr zugesetzt zu haben.


"Zwei Tage nach der Heirats-Ankündigung
war alles vorbei."



E
in Jahr später zieht Leny mit dem Vater und dem älteren Bruder Georg nach Basel, unter anderem deshalb, weil er diesem das Arztstudium ermöglichen will. Leny tritt ins Basler Mädchengymnasium ein, damals noch "Töchterschule" genannt. Laut ihren Tagebuch-Aufzeichnungen hat sie das Stadtleben in vollen Zügen genossen.

Drei Jahre später, im Februar 1911, mit 16 Jahren, verliert Leny auch ihren Vater und kommt in der Familie ihres Onkels in Liestal unter, bis sie schliesslich, wie dies ihr Vater gewünscht hatte, in ein Mädchenpensionat bei Lausanne eintritt.

Mit ihrem Bruder Oskar, der inzwischen ein landesweit berühmter und bewunderter Aviatiker geworden ist, fühlt sich Leny immer noch eng verbunden. Auch noch, als sie, nachdem sie sich zur Stummfilm-Schauspielerin hatte ausbilden lassen, verschiedene Engagements bekam, darunter für einen Kurzfilm mit dem Titel "Frühlingsmanöver" und dem Kinofilm "Der Bergführer" – dies unter dem Decknamen Leny Harold.

Trotz ihres Erfolgs als Schauspielerin sucht Leny Bider schon bald wieder eine neue Herausforderung und eröffnet an der Zürcher Bahnhofstrasse ein Modeatelier. In dieser Zeit lernt sie den Chemiker und Apotheker Ernst Theodor Jucker kennen, dessen Heirat die Lokalzeitung am 5. Juni 1919 verkündet. Doch zwei Tage später war alles aus.

Am 6. Juli 1919 feiert sie mit ihrem Bruder den vor Kurzem erfolgten Übertritt ihres Bruders Oskar von der Militär zur Zivilluftfahrt. Am Tag darauf stürzt der Flugpionier bei einer Akrobatik-Vorführung in Dübendorf ab und stirbt. Am selben Tag noch nimmt sich seine Schwester in ihrem Zimmer des ehemaligen Zürcher Hotels "Bellevue-au-Lac" das Leben. Die beiden Geschwister wurden am 10. Juli 1919 in ihrem Geburtsort Langenbruck beerdigt.


* Öffnungszeiten:
Hotel Erika
Sa. 12-18 Uhr
So 11-20 Uhr
Werktags nach Vereinbarung (Telefon 062 390 11 17)

11. Mai 2015
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Corina Christen, geboren 1946, war schon während ihres Studiums journalistisch tätig – für die "Basler Nachrichten", für "B wie Basel" und später für die "Basler Zeitung", dort vor allem als Gerichtsberichterstatterin. Zur Erholung von den "Mord- und Totschlag-Fällen", die sie im Gerichtssaal verfolgen musste, verfasste sie jahrelang die wöchentliche Rubrik "Angerichtet" über kleinere Fälle, wo es um alltägliche Streitereien ging. 33 Jahre lang war Corina Christen mit ihrem Mann an der Fasnacht als Schnitzelbänklerin unterwegs (25 Jahre als "d Pfäfferschoote" und 8 Jahre als "Schuuflebuur"). 1999 wurde sie, als erste Frau, ins Fasnachts-Comité gewählt. Sie lebt in Langenbruck und im Basler St. Johanns-Quartier und ist auch musikalisch aktiv. Als Fagottistin spielt sie in verschiedenen Orchestern und Kammermusikformationen mit.

c.w.christen@vtxmail.ch

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BZ Basel
Kolumne
vom 23. Mai 2018
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Oh, das tut weh. Augenarzt und Mediator daher! Schreibgerangel.

Veranstaltungs-Hinweis

 

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RückSpiegel


Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am Samstag, 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier (10 bis 16 Uhr) neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.

• Der Basler Erziehungsdirektor Conradin Cramer übernimmt per 1. Mai das Präsidium der Stiftung "éducation21", einer Fachagentur der Schweizerischen Erziehungsdirektoren-Konferenz (EDK), die sich der Bildung für nachhaltige Entwicklung widmet.

10'454 Patienten weist die Psychiatrie Baselland für das Geschäftsjahr 2017 aus.

Peter Brodmann wird neuer Baselbieter Kantonschemiker und Leiter des Amts für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen als Nachfolger von Peter Wenk, der Ende August in Pension geht.

• Die Grünen Baselland nominieren im Hinblick auf die Delegiertenversammlung vom 5. Mai in Olten Landrätin Florence Brenzikofer als Vizepräsidentin der Grünen Schweiz.

• Der Gemeinderat von Birsfelden hat auf einen Vorstoss von Désirée Jaun (SP)beschlossen, als erste Gemeinde in der Nordwestschweiz die Auszeichnung als "Fair Trade Town" anzustreben.

• In der Amtsperiode 2018-2022 bilden die Grünliberalen (GLP) im Einwohnerrat Riehen gemeinsam mit dem parteilosen David Moor eine Fraktion.

• Die Basler Badesaison beginnt im beheizten Sportbad St. Jakob (28. April), in den unbeheizten Becken des Gartenbads St. Jakob (12. Mai), im Gartenbad Eglisee (19. Mai) und im Gartenbad Bachgraben infolge Sanierungsarbeiten (2. Juni 2018).

• Die SP Muttenz hat an ihrer Generalversammlung Kathrin Schweizer einstimmig als Regierungsrats-Kandidatin der SP Baselland nominiert.

• Nach fast zwanzig Jahren Tätigkeit verlässt Moderatorin Tamara Wernli Telebasel, weil sie sich künftig aufs Schreiben konzentrieren will.

• Die Gemeinde Riehen ist laut der Einschätzung des Gemeinderates "weiterhin kein Hotspot für kriminelle Aktivitäten".

Heidi Mück und Tonja Zürcher bleiben laut Wahl durch die Mitglieder für weitere zwei Jahre Co-Präsidentinnen von "Basta".

• Der frühere Basler Grossrat und FDP-Nationalrat Urs Schweizer tritt per 15. Mai 2018 nach 15 Jahren als Präsident des ACS beider Basel zurück.

• Nach den Kontrollen an der vergangenen Basler Fasnacht bleiben Pferde von Chaisen und Vorreitern weiterhin erlaubt.

• Die 43-jährige Elisabeth Heer Dietrich wurde mit 82 von 84 Stimmen glanzvoll zur neuen Baselbieter Landschreiberin gewählt.

• Die Revitalisierung der unteren Wiese hat sich aufgrund der vielen Hochwasser um den Jahreswechsel so stark verzögert, dass das Basler Tiefbaumt sie nicht rechtzeitig vor der Fischschonzeit abschliessen konnte und bis Ende Mai pausieren muss.

• Die Rechnung 2017 des Kantons Basel-Stadt schliesst mit einem Überschuss von 251 Millionen Franken ab und liegt damit 108 Millionen Franken über dem Budget.