Aurel Schmidt: "Seitenwechsel"

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Nachts in der Wüste unter dem Sternenhimmel

Wenn ich nachts in der Wüste im Sand auf meiner Matte lag und zu den Sternen hinaufschaute, hatte ich den Eindruck, auf dem Rücken der Erde zu liegen und durch das Universum zu gleiten. Ruhig und restlos glücklich, trotz der Ungeheuerlichkeit des Spektakels, das ich erlebte. Den Philosophen Pascal erschreckten die weiten leeren Räume, und er meinte, alles Unglück des Menschen komme daher, dass er nicht ruhig in einem Zimmer sitzen könne.

Ist das nicht eine Form, sich von der Welt abzuwenden? Mir kommt es so vor. Der leere Raum oder der Raum, den wir meistens als leer empfinden, die Wüste und das Universum, ist voller Fragen, voller Rätsel, auch wenn Albert Einstein meinte, dass gerade das Unverständlichste am Universum sei, dass wir es verstehen können, jedenfalls das meiste davon.
 
In den ersten drei Minuten nach dem Urknall entwickelten sich Elemente, die wir heute Wasserstoff und Helium nennen. Warum das so war, würden wir alle gern wissen. Es folgte die sogenannte Inflation, also die Richtung, die zum heutigen Ergebnis des Universums führte. Alles war eine "Kette von Zufällen", wie der amerikanische Physiker Steven Weinberg sagte. Mit einem anderen Vektor würde heute alles völlig anders aussehen.

Priester und Propheten erklären gern, dass der Mensch ein Staubkorn in diesem kosmischen Theater ist. Trotzdem lässt sich der Wille, mehr zu wissen und bis an die möglichen Grenzen der Erkenntnis vorzustossen, nicht unterdrücken. Genau darin liegt für Weinberg das, was das Leben des Menschen über eine "Farce" hinaushebt. Es macht seine Grösse aus. Damit entfällt zuletzt auch die "theoretische Perplexität", mit der Arthur Schopenhauer die Schwierigkeit meinte, den "Zweck des Lebens" zu definieren.

Wie weiter? Vom ersten Augenblick an begannen das Universum beziehungsweise der Raum zu expandieren. Bis heute hat dieser Prozess nicht aufgehört fortzuschreiten. Entweder wird er unendlich weitergehen oder sich eines fernen Tages ein labiles Gleichgewicht annehmen. Eine dritte Möglichkeit besteht darin, dass die Kräfte der Expansion allmählich nachlassen, die Entwicklung sich umkehrt und das Universum in einer finalen Implosion endet – in ein paar Milliarden Jahren.

In jüngster Zeit hat der deutsche Physiker Martin Bojowald die Vermutung geäussert, dass der Urknall, mit dem angeblich alles begann, keine Singularität war, sondern dass wir es mit einer Episode in einem zyklischen Universum zu tun haben könnten, also mit einem unendlichen Kontinuum von expandierenden, kollabierenden und neu expandierenden Universen. Verhielte es sich so, sähe alles noch einmal unvorstellbar viel abenteuerlicher aus.
 
Meistens endet die Erklärung, die die Menschen für das kaum Fassbare suchen, mit der Erfindung von Göttern und Mythen. Sie reduzieren alles auf eine einfache Formel und lehnen das Wunderbare ab, weil sie wie Pascal vor der schrecklichen und zugleich phantastischen Grösse, Weite, Offenheit die Augen verschliessen.

Dabei besteht für Bange nicht der geringste Grund. Alles ist eingebettet und aufgehoben in einer universellen Ordnung – einer wunderbaren Überordnung.

Die sausende Fahrt durch die Nacht auf der Matte im Wüstensand ging weiter. Ein unbeschreibliches Glücksgefühl breitete sich aus, helle Wachheit, Begeisterung. Ich blieb lange liegen. Weit weg von den Aufgeregtheiten der Zivilisation gab es einen idealen Ort, um sich über das Universum und den Menschen darin Gedanken zu machen. Bewegendere Augenblicke als diese, dachte ich, kommen im Leben selten vor.

2. Mai 2011
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Aurel Schmidt, Jahrgang 1935, war bis Mai 2002 Redaktor der "Basler Zeitung" (vorher "National-Zeitung"). Er war mitverantwortlich für das jeden Samstag erscheinende "Basler Magazin" und verfasste zahlreiche philosophische Essays, Reise-Reportagen, Kommentare und Kolumnen. Schmidt, der heute als Schriftsteller und freier Publizist in Basel lebt, machte sich auch als Autor mehrerer Bücher einen Namen: "Der Fremde bin ich selber" (1982), "Wildnis mit Notausgang. Eine Expedition" (1994), "Von Raum zu Raum. Versuch über das Reisen" (1998). Ausserdem liegen vor: "Lederstrumpf in der Schweiz. James Fenimore Cooper und die Idee der Demokratie in Europa und Amerika" (2002), "Gehen. Der glücklichste Mensch auf Erden" (2006), "Auch richtig ist falsch. Ein Wörterbuch des Zeitgeists" (2009). Zuletzt erschienen: "Die Alpen. Eine Schweizer Mentalitätsgeschichte" (2011).

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"Steuervoralge 17"

CVP
Communiqué vom
11. Dezember 2018
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Kein gutes Omen, wenn die Vorlage schon zur Alge mutiert ist.

RückSpiegel


Telebasel zitierte zur Einleitung des "Sonntalks" über Prämienverbilligungen aus dem OnlineReports-Kommentar "Anton Lauber muss sozialer werden".

Die NZZ nimmt in ihren Hintergrund-Artikel über "Basel in der Abseitsfalle" auf einen OnlineReports-Leitartikel Bezug.

Eine Kolumne in der Basler Zeitung erinnert daran, dass OnlineReports über die Verlegung der Tram-Haltestelle vom Spalentor in die Spalenvorstadt berichtet hat.

Die Basler Zeitung publiziert aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Porträt zur Entwicklungsgeschichte.

Prime News führte aus Anlass des 20-jährigen Bestehens von OnlineReports ein ausführliches Interview mit Chefredaktor Peter Knechtli.

In ihrem Bericht über einen hartnäckigen Streit um das Basler Restaurant "Löwenzorn" nimmt die Basler Zeitung auf einen früheren OnlineReports-Bericht Bezug.

Die Nachrichtenagentur SDA erwähnt OnlineReports und seine schwarzen Zahlen seit zwanzig Jahren im Zusammenhang mit der Einstellung der "Tageswoche".

Der Basler Zeitung fiel in einem Leserbrief in OnlineReports auf, dass der frühere Baselbieter Polizeisprecher auf der SVP-Liste für den Landrat kandidiert.

Telebasel, nau.ch und 20 Minuten bezogen sich in ihren Beiträgen über Sachbeschädigungen gegen die Jüdische Genossenschafts-Metzgerei auf OnlineReports.

Im Interview mit Claudia Sigel geht die Basler Zeitung auf eine Aussage der Baselbieter CVP-Präsidentin Brigitte Müller in einem OnlineReports-Interview ein.

In ihrem Bericht über das Ja der Wettbewerbs-Kommission zur Übernahme der "Basler Zeitung" durch Tamedia erwähnt die NZZ auch OnlineReports.

Die BZ Basel, Telebasel und die Basler Zeitung nahmen die OnlineReports-Nachricht vom Tod der FCB-Legende Peter Ramseier auf.

Prime News geht in ihrem Überblick über die Perspektiven des Medienplatzes Basel auch auf OnlineReports ein.

Die Basler Zeitung geht in ihrem Bericht über den "Spagat der CVP-Präsidentin" Brigitte Müller auf ihre Aussagen im OnlineReports-Interview ein.

Die Basler Zeitung, die Basellandschaftliche Zeitung, Prime News und Telebasel zitierten in ihren Berichten zur Baselbieter CVP aus dem OnlineReports-Interview mit Parteipräsidentin Brigitte Müller.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Die Baselbieter Regierung will bei der Staatssteuer den Vergütungszins für das Jahr 2019 bei 0,2 Prozent belassen, ebenso bleibt der Verzugszins bei 6 Prozent.

• Die Bau- und Raumplanungs-Kommission des Basler Grossen Rates spricht sich für den Neubau von Staatsarchiv und Naturhistorischem Museum im St. Johann-Quartier aus.

Matthias Gysin, heute Verwaltungsleiter in der Gemeinde Aesch, wird ab 1. April 2019 neuer Geschäftsführer des "Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden" (VBLG) und Nachfolger von Ueli O. Kräuchi.

• Das Projekt eines Ozeaniums des Basler Zoos hat mit starkem Wellengang zu kämpfen: Das gegnerische Komitee reichte fast 5'000 Referendums-Unterschriften ein, wodurch es zu einer Volksabstimmung kommen wird.

Yvette Harder wird per 18. März 2019 neue Generalsekretärin des Basler Finanzdepartements und damit Nachfolgerin von Alexandra Schilling, die in die Kommandoabteilung der Kantonspolizei wechselte.

• Der frühere Baselbieter SP-Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli übernahm an der ordentlichen Mitgliederversammlung des Fördervereins Universität Basel von Jean-Luc Nordmann das Präsidium.

• In weniger als sieben Wochen sammelte das parteiunabhängige Komitee "Kein Parkhaus unter dem Tschudi-Park" mehr als 3500 Unterschrift'en für seine Petition.

• Die Baselbieter Regierung beantragt dem Landrat, dem Staatspersonal für das Jahr 2019 einen Teuerungsausgleich von 1,4 Prozent auszurichten.

Elena Hermann wird neue Leiterin der Staatlichen Schlichtungsstelle für Mietstreitigkeiten Basel-Stadt und löst Ernst Jost ab, der per Ende Jahr in Pension gehen wird.

• Das Basler Komitee gegen die kantonale Vorlage zur "Steuervorlage 17", das sich aus linken Parteien und Gewerkschaften rekrutiert, hat 3'300 Unterschriften für das Referendum gesammelt.

Andreas Häner, von 2009 bis 2015 schon Vorstandsmitglied, wird neuer Geschäftsführer des Basler Heimatschutzes und damit Nachfolger von Paul Dilitz, der nach elfjähriger Tätigkeit in den Ruhestand tritt.

Daniel Roth (61) wird im Baselbiet neuer Leiter des Rechtsdienstes von Regierung und Landrat, als Nachfolger von Hans Jakob Speich, der sich vorzeitig pensionieren lässt.

Irene Heinimann wird neue Baselbieter Kantonsapothekerin und folgt als bisherige Stellvertreterin auf Hans-Martin Grünig, der Ende Dezember in Pension geht.

• Vertiefte Kostenkontrollen zum Umbau der Kunsteisbahn Sissach zur geschlossenen Halle zeigen, dass der Bau bis zu zehn Prozent teurer wird als vorgesehen.

• Der Baselbieter alt Landratspräsident Jürg Degen und der Läufelfinger Gemeindepräsident Dieter Forter sind von "Pro Bahn Schweiz" für ihr Engagement zur Erhaltung des "Läufelfingerlis" mit dem Preis "Premio Pro Spez 2018" ausgezeichnet worden.

Steigende Bildungs- und Sozialkosten belasten das Ergebnis der Gemeinde Reinach, so dass für 2019 ein Defizit von 1,67 Millionen Franken budgetiert werden muss.

Olivier Aebi wird per 1. Februar 2019 neuer CEO des Basler Ingenieur- und Planungsunternehmens Gruner AG und Nachfolger von Kurt Rau ab, der die Gruner-Gruppe interimistisch leitet.

• Aufgrund einer umfassenden Kontrolle der Stadtgärtnerei müssen im Kanton Basel-Stadt 229 Bäume zum grössten Teil aus Sicherheitsgründen gefällt und ersetzt werden; die Liste der betroffenen Bäume wird im Kantonsblatt vom 10. Oktober publiziert.

Andrea Schenker-Wicki, die Rektorin der Universität Basel, ist durch den Universitätsrat für weitere vier Jahre bestätigt worden.

• Am 1. Oktober beginnen in Basel die Vorarbeiten für den Bau des unterirdischen Kunstmuseum-Parkings mit der Umlegung unterirdischer Leitungen.