Andrea Strahm: "Alles mit scharf"

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Für sie die Blumen, für ihn die Pralinen

Zwei Vorstellungen, einmal  ein Sänger und eine Sängerin, danach eine Tänzerin und ein Tänzer. Und am Ende erhält der männliche Part eine Schachtel Pralinen, der weibliche einen Blumenstrauss.

Geht das heutzutage eigentlich noch? Frau und Mann sangen gefühlt etwa gleich gut und gleich lang und gleich laut, Dame und Herr tanzten etwa gleich viel, war ja Paartanz. Und dann kriegen die Frauen Blumen, die Männer Pralinen. Sie muss sich also mit dem tropfenden Ding in den Zug nach Genf quetschen, kommt sie Zuhause an, ist das Kraut verwelkt.

Wie toll wäre es doch gewesen, auf der Heimfahrt Pralinen zu naschen. Die er sich nun einverleibt, glücklich, sich nicht unauffällig zuhinterst im Tram mit dem Riesenstrauss verstecken zu müssen. Wir Frauen jammern und klagen, und die Welt ist so was von unfair, und dann kriegen wir noch die Kinder und leiern aus, und die Männer haben ein Sixpack. Naja, potenziell wenigstens.

Das sind so die Diskussionen, die wir heute führen. Dabei könnte er auch eine Nussallergie haben, und den Strauss hätte er noch so gerne seinem Partner mitgebracht, der musste schliesslich an einem Samstag auf ihn verzichten. Und die Glatze, die stört ihn massiv, obwohl die Damenwelt sie sexy findet, so wie er ihre Speckröllchen, die sie hasst. Eigentlich haben wir doch alle so unsere falschen Vorstellungen in dieser Geschlechterwelt. Aber lassen wir das.


"Zur Bekämpfung der mafiösen Strukturen
fehlen der Strafverfolgung die Mittel."



Ein anderer stellt sich heldenhaft vor einen Mann, den die Polizei kontrollieren will, hat den Verdacht, dass der Verdacht der Polizei rassistisch motiviert sein könnte. Stellt sich also hin, vor den Verdächtigen und behindert damit die Polizei. Und Verdächtigen freut's, auch wenn er den Helden für ziemlich bescheuert hält.

Wäre diese unsinnige Heldentat gerichtlich nicht gestoppt worden, die Polizei dürfte keine Anhaltungen von Personen mehr machen,  die Eigenschaften aufweisen, die bestimmten Tätergruppen eigen sind. Sie müsste beispielsweise bei der Suche nach Dealern genau wie bei einer Meinungsumfrage einen repräsentativen Bevölkerungsdurchschnitt befragen, damit ja keine Gruppe diskriminiert würde. Und gleich viele Frauen wie Männer oder dunkel- und hellhäutige oder was auch immer befragen. Das kann dann getrost ein Polizeischüler machen, Hauptsache, die Statistik stimmt.

Und Mohrenköpfe dürfen nicht mehr Mohrenköpfe heissen, auch wenn die mit weisser Schokolade Bleichgesichter genannt würden. Und seitenweise wird erwogen, ob die Verwahrung des Täters von Rupperswil verhältnismässig sei, vier grausam gemetzelte Opfer hin oder her, es geht ums Prinzip.

Zur Bekämpfung der mafiösen Strukturen fehlen der Strafverfolgungsbehörde die Mittel, gezielte Überwachungen sind nicht zahlbar, gegen den Frauenhandel, der sich vor unserer Türe abspielt, ist keine wirklich erfolgreiche Vorgehensweise möglich, den Drogenkrieg haben wir längst verloren, was das Darknet ist, wollen wir lieber nicht wissen. Das organisierte Verbrechen ist satt und wohlgenährt, denn Kriminalität hält sich an keine political correctness. Und gedeiht und blüht.

Unsere Rechtsordnung wird zunehmend pervertiert. Und zwar von uns, die nicht straffällig werden, nicht einer potentiellen Tätergruppe angehören. Wir haben jegliche Bodenhaftung verloren, bewegen uns in Sphären, die weltfremder nicht sein könnten. Schauen mit der Lupe auf ein Pickelchen, wo der Rest vom Krebsgeschwür aufgefressen wird. Es wäre an der Zeit, aufzuwachen.

Übrigens: Ich bin für sowohl als auch, Blumen und Pralinen. Damit auch dieses wichtige Problem genderneutral und politisch korrekt geklärt wäre.

19. März 2018
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Andrea Strahm, geboren 1955, arbeitet als Juristin auf dem Gebiet des geistigen Eigentums und war bis Mai 2017 Präsidentin der CVP Basel-Stadt. Sie geniesst es, ergänzend zu den von ihr täglich verfassten sachbezogenen und ernsthaften Eingaben und Verträgen in dieser Kolumne persönlich und emotional sein zu dürfen. Andrea Strahm gehörte während neun Jahren dem Vorstand des Neutralen Quartiervereins Neubad an, davon zwei Jahre als Co-Präsidentin. Die Mutter zweier Töchter lebt in Basel.

© Foto by OnlineReports.ch

andreastrahm@bluewin.ch

(Die Kolumnisten sind in ihrer Meinung frei;
sie braucht sich nicht mit jener der Redaktion zu decken.)
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"Etwas stimmt doch nicht"

Sehr erfreulich aufgetischt diese traurige Sache! Heute hatten wir von einer Freundin Besuch. Ihr Mann ist am 8. Mai 2015, also vor bald drei Jahren, nahe seines Hauses auf dem Fahrrad von einem Auto überfahren worden und war sofort tot. Familienvater von zwei nicht erwachsenen Kindern. Bis heute sei die Angelegenheit vom Staatsanwalt nicht angegangen worden! Andere Geschichte.

Fahre im Bachletten auf einer wenig befahrenen Strasse stadteinwärts. Ein Lichtsignal auf rot. Langsam überfahre ich dies, weil weit und breit niemand ist. Ausser nach 50 Metern! Drei PolizistInnen hinter einem Auto versteckt halten mich auf. Zwei stramme, gut trainierte Männer und eine Frau warten auf solche wie mich. Ich koche innerlich. Alles korrekt, doch haben die nichts Wichtigeres zu tun!

"Die Kriminalität gedeiht und blüht", schreibt Frau Strahm. Es fehlen die Leute, die Mittel. Doch etwas stimmt doch nicht.


Viktor Krummenacher, Bottmingen



"Sehr zutreffend"

Eine amüsant zu lesende Kolumne, die sehr zutreffend ist. Die politische "correktnes" treibt immer mehr ganz komische Blüten, und das Wesentliche und Wichtige wird aus den Augen verloren. Ein Bravo für diesen Bericht!


Paul Finkbeiner, Liestal


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"Rentenmassaker auf Kosten der Staatsangestellten"

Juso Baselland
Betreff einer Medienmitteilung
vom 31. Mai 2018
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Kriegsberichterstattung von der Baselbieter Polit-Front – ganz im Stil von Markus Somm.

Frisch pubertiert

Küssen, nicht spucken!
RückSpiegel


Das SRF-Regionaljournal und die Schweiz am Wochenende nahmen auf die OnlineReports-Recherche über den durch die Suva verfügten Baustopp am neuen Werkhof in Sissach Bezug.

Die WochenZeitung verweist darauf, dass textfokussierte Nachrichtenportale wie OnlineReports gemäss dem Entwurf des neuen Bundesgesetzes über elektronische Medien nicht in den Genuss einer Bundesförderung kämen.

20 Minuten
entlarvte die von OnlineReports vermeldete Besetzung des Gewächshauses auf dem Dreispitz-Lok-Depot als Scheinbesetzung.

Die Basler Zeitung nahm in ihrem Bericht über den Rückzug des potenziellen Baselbieter FDP-Regierungs-Kandidaten Daniel Recher Bezug auf OnlineReports.

20 minuten online
bezog sich im Bericht über die Email-Affäre um Joël Thüring auf OnlineReports.

Die BZ Basel nahm in ihrer Meldung über Christian Kellers Abgang bei der "Basler Zeitung" Bezug auf eine vorangegangene Nachricht in OnlineReports.

Barfi.ch
und die Gundeldinger Zeitung zogen die OnlineReports-Meldung über den Velofriedhof am Basler Bahnhof SBB weiter.

Die OnlineReports-Erstnachricht vom Tod des ehemaligen Basler Regierungsrates Lukas "Cheese" Burckhardt wurde von Barfi.ch, der BZ Basel, die Basler Zeitung, vom SRF-Regionaljournal und von der Nachrichtenagentur SDA aufgenommen.

Die BZ Basel nahm die OnlineReports-Meldung über die Anschlussberufung der Staatsanwaltschaft zum Urteil gegen den Basler Datenschnüffler-Polizisten auf.

Die BZ Basel zog die OnlineReports-News über den Einbürgerungs-Streit der drei baselstädtischen Bürgergemeinden mit dem Kanton Basel-Stadt und den Gang ans Bundesgericht nach.

Die Schweiz am Sonntag schrieb eine OnlineReports-Nachricht über die rechtlichen Schritte der Wirtschaftskammer Baselland gegen die "Basler Zeitung" ab.

In ihrem Artikel über Markus Ritters Abgang aus dem Basler Präsidialdepartement bezog sich die Basler Zeitung auf OnlineReports.

20 Minuten, die BZ Basel, theworldnews.net, die Basler Zeitung, die Tageswoche, die Bauernzeitung und Telebasel nahmen die OnlineReports-Story über das gescheiterte Projekt von "Urban Farmers" in Basel auf.

Die BZ Basel, die Basler Zeitung und das Regionaljournal zogen die OnlineReports-Meldung über die Schliessung der Basler Buchhandlung "Narrenschiff" nach.

Die Basler Zeitung nahm die OnlineReports-Nachricht vom Tode des früheren BLKB-Bankrats-Präsidenten Werner Degen auf.

In ihrem Bericht über die "FDP Baselland auf seltsamen Wegen" (Schlagzeile) nimmt die Basler Zeitung zentral auf einen OnlineReports-Primeur über den neu auftauchenden Namen Daniel Recher Bezug.

Die Kommentar-Plattform Infosperber geht auf die Berichterstattung von OnlineReports zum Mord an Martin Wagner ein.

In ihrem Kommentar zu "Lukas Engelberger, der Pressezensor" nimmt die Basler Zeitung eine Metapher ("medienrechtliche Namesburka") von OnlineReports auf.

InsideParadeplatz.ch empfahl den Lesern die Lektüre des OnlineReports Porträts des getöteten Medienanwalts Martin Wagner.

Die OnlineReports-Erstnachricht über den gewaltsamen Tod des Basler Wirtschaftsanwalts Martin Wagner in Rünenberg haben unter anderen der Tages-Anzeiger, BZ Basel, Le Temps, Tageswoche, 20 Minuten, Watson, Telebasel, die Volksstimme, der Blick und nau.ch aufgenommen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


"Parterre Basel" ist die neue Pächterin des Basler Konzertlokals "Atlantis" am Klosterberg.

Ueli O. Kräuchi, Geschäftsführer des Verbandes Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), gibt die Leitung der VBLG-Geschäftsstelle per 31. März 2019 altershalber ab.

• Das Bürgerspital Basel übernimmt per 1. Januar 2019 die Spektrum Werkstätte für Menschen mit einer psychischen Beeinträchtigung der Universitären Psychiatrischen Kliniken (UPK) Basel.

• Die Gewerkschaft Unia hat am 4. Juli 2'300 Unterschriften für das Referendum gegen längere Ladenöffnungszeiten eingereicht.

• Der Basler Gewerbeverband reichte zusammen mit den Parteien FDP und SVP, der "IG Lysbüchel" sowie verschiedenen Branchenverbänden das Referendum "gegen die Fehlplanung Lysbüchel" mit 2'972 Unterschriften ein.

Dominique Tellenbach, bisheriger Direktor der Berufsfachschule Basel, wird ab 1. Februar 2019 neuer Rektor der beiden Gewerblich-industriellen Berufsfachschulen Liestal und Muttenz.

Alexander Lenzlinger wird ab 1. August neuer Finanzchef der IWB und Nachfolger von Michael Ackermann, der eine längere berufliche Auszeit nimmt.

• Die Grünen Baselland folgten dem Vorstand und nominierten Isaac Reber für die Regierungsratswahlen 2019 (dritte Amtsperiode).

• Die Basler Grünliberalen lancieren in Riehen eine Petition zum Thema Kunststoff-Recycling, die sowohl in Riehen wie in Basel eingereicht wird.

• Seit 1. Juni ist Bettina Bühler als Nachfolgerin von Birgit Sachweh Geschäftsführerin des Frauenhauses beider Basel.

• Laut einer Studie des Versicherungskonzerns "Baloise" ist Fussball die "gefährlichste Sportart der Welt", da sich jeder vierte Sportunfall in dieser Gattung ereignet.

Anja Bandi übernimmt Anfang Juni von Marc Lüthi die Gesamtleitung der Abteilung Bestattungswesen der Stadtgärtnerei Basel.

• Noch eine neue Aufgabe für die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger: Sie wird anstelle der zurücktretenden Christine Gorrengourt Verwaltungsrätin der BLT.

Erfolgreich verlief der ausserordentliche Sirenentest am 23. Mai in beiden Basel.

• Der Baselbieter FDP-Landrat Andreas Dürr wurde als Nachfolger von Urs Schweizer zum neuen Präsidenten des ACS beider Basel gewählt.

• Die Basler Energieversorgerin IWB steigerte 2017 den Umsatz auf 739 Millionen Franken, doch fiel der Jahresgewinn mit 74 Millionen Franken wegen Wertberichtigungen und Rückstellungen um 33 Millionen Franken niedriger aus als im Vorjahr.

• Die Baselbieter FDP-Nationalrätin Daniela Schneeberger wurde zur Vizepräsidentin des Schweizerischen Gewerbeverbands gewählt.

• Nach Konditionstrainer Marco Walker verlässt nun auch Fitness-Chef Werner Leuthard (56) per Ende Saison den FC Basel.

Barbara Gafner soll zur neuen Vorsteherin der unabhängigen staatlichen Finanzkontrolle des Kantons Baselland gewählt werden.

• Die Baselbieter FDP-Sektionen Binningen und Bottmingen haben in getrennten Abstimmungen die Fusion zur FDP Binningen-Bottmingen beschlossen.

• Die BKB-Filiale am Basler Neuweilerplatz 1, während der letzten Monate umfassend modernisiert, wurde am 5. Mai mit einem Eröffnungsfest für das Quartier neu eröffnet.

• Die Baselbieter Grünen werden in der Oberwiler Dorfpolitik aktiv, indem sie die Themen und das personelle
Engagement der sich auflösenden Neuen Liste Oberwil (NLO) übernehmen.