Andrea Strahm: "Alles mit scharf"

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Fasnachts- und weitere Grabschereien

Wenn Sie dies lesen, sind sie vielleicht unsittlich angegangen worden, schliesslich war Morgestraich, mithin eine saumässige Druggedde, und da kommen Menschen einander näher, gewollt und ungewollt. Das ist nicht neu. Vielleicht werden Sie, vor allem wenn sie jünger sind, weiblich, und eine silbrige Plakette am Revers tragen, am Cortège gestopft, sprich von zwei Wagenwaggis gepackt und mit Räppli gefüllt wie ein Poulet mit Rosmarin und Butter. Und danach erhalten Sie einen dicken Strauss Mimosen.

Wegen diesem Strauss stehen die jungen Frauen ganz vorne, winken und rufen den Unholden in Larven zu. Und stehen dann stolz mit roten Backen und mit Räppli gefüllt da und zeigen ihre Blumentrophäe. Ich zog damals sogar die Brille aus, denn Brillenträger kriegen weder Orangen an den Kopf noch Räppli in den Kragen, die Brille könnte in die Brüche gehen. Und so stand ich dann blind wie ein Maulwurf am Pistenrand, Hauptsache Riesenstrauss. Von unsittlich keine Rede, natürlich war das ein Gerangel, aber die haben eine Larve an, Handschuhe, was soll da schon laufen, es ist einfach ein Riesenspass, fertig.

Was nicht heisst, dass ich nicht so einiges an Unsittlichkeiten contre coeur erlebte, jenseits der Fasnacht. So mancher guter Eidgenosse, durchaus angesehene Herrschaften, kam mir einiges näher als mir lieb war. Es ging und geht immer um Machtspielchen. Stichwort Strauss-Kahn, Berlusconi. Manche Männer kennen keine Grenzen. Eine Minderheit, eine ekelhafte. Und mit Vorbildfunktion: zwei Frauen werden monatlich in der Schweiz getötet, unzählige verletzt, belästigt, missachtet in ihrem Willen, Kavaliersdelikte.


"Die grosse Mehrheit der
anständigen Männer
duckt sich vor den Grossmäulern."


 


Da kann Walter Hollstein aufheulen über die armen Buben wie er will: Von Frauen getötet oder zur Flucht ins Frauenhaus getrieben werden seine Schützlinge kaum je. Und auch wenn wir Frauen heute studieren und politisieren dürfen, so sind wir in mancher Hinsicht noch immer Freiwild. Werden beim Reden unterbrochen, nicht begrüsst, am Buffet weggeschubst, übersehen. Eine Dame, die früher ein Mann gewesen war, sagte einst, so schön es für sie sei, endlich Frau sein zu dürfen, so schockiert sei sie darüber, wie Männer mit Frauen umgingen. Schweizer Männer.

Asylanten, die Frauen an Grossanlässen gruppenweise belästigen oder gar vergewaltigen, sind eine Ungeheuerlichkeit sondergleichen. Alle Männer, die dies tun, sind gesellschaftlich untragbar, ob in Horden oder im Alleingang. Sie tun es dennoch. Das Problem ist die soziale Akzeptanz dieser Respektlosigkeit in breiten Männerkreisen. Es ist halt einer ein Siebesiech, der der Frau zeigt, wo’s lang geht. Männer, die Frauen unterstützen, sind linke Frauenversteher, Weicheier, Warmduscher, Sitzpinkler. Frauen sollen nicht so dumm tun. Ist doch nichts dabei. Und so schweigt sie, die grosse Mehrheit der anständigen Männer, drückt sich und duckt sich vor den Grossmäulern mit den klebrigen Fingern. Genau wie die meisten Frauen, feige.

Dies ist einer zivilisierten Gesellschaft nicht nur unwürdig, sondern führt zudem zu einem unnötigen Geschlechterkampf, denn die Faust im Sack hat noch keinen Menschen friedlich gestimmt. Und so wehren sich die Frauen mit ihren Mitteln, führen fiese Scheidungkriege, nehmen Männer aus, hetzen Kinder auf. Und geben Walter Hollstein Recht. Nur ist sein Ansatz der falsche: Nicht die Emanzipation hat den Buben geschadet, es ist der Rest, der noch fehlt, der den Buben schadet. Dass die Mutter einerseits deren Autoritätsperson ist, aber eben eine Frau. Es ist dieses "aber", es fehlt noch am Resten Respekt, den Männer Frauen zu zollen haben. Denn wie me in Wald rieft, kunnts zrugg. So oder anders.

Die ganzen Benimmkurse für Asylanten treffen folglich nur die Spitze des Eisbergs und bringen rein gar nichts, so lange die Grundeinstellung der Geschlechter zueinander sich nicht ändert. Die Machtspiele müssen aufhören, egal, ob Macht durch Gruppenstärke wie in Köln oder gesellschaftliche Macht wie bei Strauss-Kahn und Consorten.

"Stopf di doch sälber" las ich auf einem Fasnachtswagen. Männersolidarität über alle Grenzen hinweg. Der Autor des Spruchs mag am Stammtisch noch so über die Asylanten wettern und SVP wählen, aber wenn es um Frauen geht, ist Mann sich einig. Da hilft kein Kurs dieser Welt.

15. Februar 2016
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Andrea Strahm, geboren 1955, arbeitet als Juristin auf dem Gebiet des geistigen Eigentums und ist Präsidentin der CVP Basel-Stadt. Sie geniesst es, ergänzend zu den von ihr täglich verfassten sachbezogenen und ernsthaften Eingaben und Verträgen in dieser Kolumne persönlich und emotional sein zu dürfen. Andrea Strahm gehörte während neun Jahren dem Vorstand des Neutralen Quartiervereins Neubad an, davon zwei Jahre als Co-Präsidentin. Die Mutter zweier Töchter lebt in Basel.

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"Was auch fast gelungen wäre, hätte Boetius Sekunden vor dem Anpfiff seine Grosschance verwertet."

Basellandschaftliche Zeitung
vom 20. Juli 2016
im Bericht über das Spiel
FC Basel-Wolfsburg
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Ein 1:0 schon vor Spielbeginn wäre sicher eine privilegierte Ausgangslage gewesen.

RückSpiegel


20 Minuten und die Basler Zeitung haben die OnlineReports-Recherche über den Basler Dschihadisten im Ausschaffungs-Gefängnis aufgenommen.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung zogen die OnlineReports-News über Dieter Leutwyler als neuer Schlosswart von Wildenstein nach.

Die OnlineReports-News über das Konkursverfahren gegen die Oliver Kreuzer GmbH in Muttenz des ehemaligen FC Basel-Verteidigers wurde von der Basellandschaftlichen Zeitung aufgenommen.

Die Basler Zeitung, das SRF-Regionaljournal, die Basellandschaftliche Zeitung, marcbachmann.ch und barfi.ch nahmen den OnlineReports-Bericht über den massiven Publikums-Verlust von Telebasel auf.

20 Minuten nahm die OnlineReports-News über den Stellenabbau in der Baselbieter Kantonsverwaltung auf.

Das Online-Portal Inforsperber ging ausführlich auf den Gastkommentar von Beat Stauffer in OnlineReports über eine Basler Migrations-Veranstlatung ein.

Das SRF-Regionaljournal, die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung nahmen die OnlineReports-News über den Appellationsgerichts-Entscheid zur Überbauung eines grünen Innenhofs an der Maiengasse in Basel auf.

Die Basellandschaftliche Zeitung nahm die OnlineReports-Recherche über die Forderung nach einem Demo-Verbot an Sitzungstagen des Basler Grossen Rates auf.

Die TagesWoche und die Basler Zeitung verwiesen in ihren Berichten über die Krise im Historischen Museum Basel auf OnlineReports.

In ihrem Rückblick "Armes, armes Basel" zitierte die Basler Zeitung aus OnineReports.

Auf einen OnlineReports-Bericht über Probleme mit Musliminnen im basler Frauenbad Eglisee nahm die TagesWoche Bezug.

Die TagesWoche verwies auf die Analyse der neusten Leserzahlen der Printmedien aus der Region Basel.

Die TagesWoche ging auf kontroverse Standpunkte zur Handschlag-Verweigerung in OnlineReports ein.

Roland Stark ging in der Basler Zeitung auf eine OnlineReports-Kolumne von Joël Thüring über die Möglichkeit einer Sommer-Olympiade in Basel ein.

Auf die OnlineReports-News über die Zahlungsunfähigkeit der "Baugesellschaft BL AG" ging die Basler Zeitung ein.

In ihrem Bericht über die GPK-Kritik an der Seltisberger Gemeinderätin Vanessa Duss Jacobi berief sich die Basler Zeitung auf eine Recherche von OnlineReports.

Die Basler Zeitung bezog sich in ihrem Bericht über das Kriech-Tram auf der Klybeckstrasse aud OnlineReports.

Die OnlineReports-Nachricht vom Tod des früheren Liestaler Stadtpräsidenten Jürg Wüthrich nahm die Basler Zeitung auf.

Das SRF-Regionaljournal, die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung nahmen die OnlineReports-News über die Spray-Attacke auf den Sitz der Evangelisch-reformierten Kirche Basel-Stadt auf.

Das SRF-Regionaljournal, die TagesWoche und die Basler Zeitung bezogen sich in ihren Berichten über den Abgang von Oliver Jacobi als Baselbieter Kantonsingenieur auf Recherchen von OnlineReports.

Telebasel, die Basler Zeitung, 20 Minuten und die Basellandschaftliche Zeitung stützten sich in ihren Berichten über Sibel Arslans Rücktritt auf OnlineReports.

Die TagesWoche, Telebasel, die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung nahmen die OnlineReports-Meldung über den Weggang von Sibel Arslan bei der Baselbieter Sicherheitsdirketion auf.

Den OnlineReports-Bericht über den krankgeschriebenen Baselbieter Kantonsingenieur Oliver Jacobi zog die Basler Zeitung nach.

Die Basler Zeitung und die Basellandschaftliche Zeitung nahmen die OnlineReports-Recherche über rechtliche Probleme beim Eigenheim-Bau des Baselbieter Kantonsingenieurs in Seltisberg auf.

Die Basellandschaftliche Zeitung zog die OnlineReports-Recherche über Tricksereien beim Eigenheim-Bau des Baselbieter Kantonsingeieurs nach.

Roland Stark, Kolumnist der Basler Zeitung, zitierte in seiner Kolumne einen OnlineReports-Kommentar aus dem Jahr 2010 zur "Bespielung" von Basler Plätzen.

Weitere RückSpiegel

In einem Satz


• Weil der Kanton Basel-Stadt gemäss Eidgenössischer Lärmschutzverordnung verpflichtet ist, bei Grenzwert-Überschreitung bis März 2018 Strassenlärm-Sanierungen vorzunehmen, und weil die Anwohner befürchten, dass die Lärmbelastung im Rahmen der Ausbaupläne der Roche noch zunimmt, soll die Lärmbelastung an der Grenzacherstrasse "mit geeigneten Massnahmen gesenkt werden".

• Der 25-jährige FCB-Mittelfeldspieler Taulant Xhaka hat seinen bis zum 30. Juni 2018 laufenden Vertrag vorzeitig um weitere drei Jahre verlängert.

• Die Basellandschaftliche Kantonalbank erzielte im ersten Halbjahr 2016 einen Geschäftserfolg von 93,9 Millionen Franken, was einer Steigerung um 1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, während der Gewinn um 2,3% auf 52,9 Millionen Franken stieg.

• Das Komitee "Liaison directe" und das Komitee "SBB Pro Juralinie" haben bei SBB und Bundesamt für Verkehr (BAV) eine Resolution eingereicht, mit der eine Verbesserung des Bahnangebotes von Basel via Laufen, Delémont, Moutier, Grenchen-Nord zum Genferseebecken hin verlangt wird.

• Die Baselbieter Juso und das Junge Grüne Bündnis Nordwest reichten am 5. Juli ihre beiden Schwester-Initiativen, die ein Stimmrecht für niedergelassene Ausländerinnen und Ausländer und ein Stimmrecht ab 16 Jahren fordern, ein.

Jens van der Meer tritt am 1. Juli seine Funktion als Verwaltungsleiter von Riehen an – als Nachfolger des langjährigen Gemeindeverwalters Andreas Schuppli, der nach 16 Jahren in Pension geht.

• Die Sanität Basel-Stadt und das Kantonsspital Baselland prüfen, die Sanitätsnotruf-Zentralen für ihre jeweiligen Einsatzgebiete zusammenzulegen.

Stephan Naef (54) wird per 1. Oktober neuer Finanzchef der EBM als Nachfolger von Cédric Christmann, der intern als Geschäftsführer die EBM Energie AG übernimmt.

• Der Verwaltungsrat der BVB hat per 1. September den 50-jährigen Bruno Stehrenberger, Leiter Betriebsführung und Mitglied der Geschäftsleitung der SBB-Division Infrastruktur, zum neuen Leiter Infrastruktur und Mitglied der Geschäftsleitung gewählt.

• Die Fraktion der Grünen Baselland wird für die Wahl zum Landratspräsidenten den Pratttler Parlamentarier Philipp Schoch vorschlagen.

• Der Zoo Basel erhöht die Eintrittspreise ab 1. Juli 2016: Ein Erwachsenenticket kostet neu 20 Franken (bisher 18 Franken) und ein Kinderticket neu 9 Fanken (bisher 7 Franken); die Preise für die Jahres-Abonnemente werden ab 1. Januar 2017 erhöht.

• Das Umwelt-Abo im Tarifverbund Nordwestschweiz kann ab sofort mit einem frei wählbaren Gültigkeitsbeginn bezogen werden – egal ob Monats- oder Jahresabonnement.

• Der Landrat hat dem neuen Baselbieter Energiegesetz, das eine Energieabgabe und ein Fracking-Verbot enthält, zugestimmt.

• Der Basler Wirtschaftsminister Christoph Brutschin (SP) wurde neuer Präsident der Konferenz der kantonalen Volkswirtschaftsdirektoren.

• Das Jugendkultur-Festival (JKF) will "mit Überzeugung" an seinem Nachhaltigkeitskonzept inklusive Mehrweggeschirr festhalten.

Fritz Jenny, Vizepräsident "Rehab Basel AG und Direktor des Bürgerspitals Basel, übernimmt das Rehab-Präsidium von Heinrich Koller, der altersbedingt zurücktritt.

• Der Basler FDP-Grossrat Helmut Hersberger ist neuer Präsident des Hauseigentümerverbands Basel-Stadt.

• Der Allschwiler Gemeindeverwalter Dieter Pfister verlässt seinen Posten auf 31. Dezember 2016.

Schweizer Grenzwächter erwischten Anfang Juni am Autobahnzoll Basel-Weil einen 36-jährigen Albaner, der versuchte, 3,2 Kilogramm Kokain in einem Versteck in seinem Auto von Deutschland in die Schweiz zu schmuggeln.

• Die 55-jährige Deutsche Sissy Raith, die ihre Trainerlaufbahn im Jahr 2003 beim FC Bayern München begann, wird neue Trainerin des ersten FCB-Frauen-Teams.

Priska Keller, die frühere Kantonalsekretärin der Basler CVP, wurde zur Präsidentin der CVP Riehen/Bettingen gewählt als Nachfolgerin von Christian Griss.

• In den ersten vier Wochen der Sommerferien werden die Tram-Gleise in der Basler Falknerstrasse zwischen der Postkurve und dem Barfüsserplatz ersetzt, weshalb zwischen dem Barfüsserplatz und der Schifflände der Trambetrieb in dieser Zeit ausfällt.

• Die Basler GGG Ausländerberatung, die älteste und grösste Anlaufstelle für Migrantinnen und Migranten im Kanton, tritt seit dem 2. Juni neu unter dem Namen GGG Migration auf.

• Die Burgergemeinde Laufen-Stadt ist bereit, das Amtshaus Laufen vom Kanton zu übernehmen unter der Voraussetzung, dass die Liegenschaft vom Verwaltungs- ins Finanzvermögen umgewidmet wird.

• Laut Antrag der Baselbieter Regierung an den Landrat soll Roland Hochuli neuer Leitender Staatsanwalt der Hauptabteilung Strafbefehle und Nachfolger von Roland Müggler werden.